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Montag, 17. Dezember 2007

Der Weihnachtsmann ist hoffentlich wirklich nicht der Osterhase

Das war sie nun, die Schalker Hinrunde der Saison 07/08. Sie wurde fehleingeschätzt, misslang, und doch geriet der Schaden geringer als befürchtet. Der Versuch einer Bestandsaufnahme.

Angriff

Die schlechte Chancenauswertung zog sich wie ein roter Faden durch die Saison. In den ersten Wochen erspielte sich Schalke noch Chancen zu Hauf, da war’s ärgerlich. Als das Offensivspiel erst richtig ins Stocken geriet, wurde es tragisch.
Sören Larsen schleppt sich weiter von Verletzung zu Verletzung. Halil Altintop verdiente sich häufig die Bewertung „bemüht“, solange er aber weiterhin regelmäßig Großchancen vergeigt, wird er es nicht zum Publikumsliebling schaffen können. Publikumsliebling Gerald Asamoah trifft zwar auch nicht öfter, aber von ihm scheint es kurioserweise auch niemand zu erwarten.
Peter Lövenkrands ist wohl der Spieler mit dem schlimmsten Leistungsabfall, im Vergleich zur vergangenen Saison. Keine Verteidigung konnte sich leisten, ihn aus den Augen zu lassen, pfeilschnell, mitspielend, ab und an ein Tor schießend, Mr. 4-3-3 in Slomkas Idee von Fußball; bis zur Verletzung in Wolfsburg. Bis heute ist er seit dem ein Schatten seiner selbst.
Und Kuranyi?
Der bleibt das Gesicht des FC Schalke 04. Ab und an tritt er in Uli-Stielike-Gedächtnisklamotten auf und auch er vergibt beste Chancen. Aber er gibt auf dem Platz den Rhytmus vor, setzt die Ziele, die später vom Trainer übernommen werden. Er hat Luft nach oben und bei ihm weiß man sicher, dass es so ist. Auch er ist ein Stück weit von der Spitze entfernt, aber in der entscheidenden Situation ist dennoch er der Schalker, den ich mir am Ball wünsche.

Mittelfeld

Azaouagh galt als Gewinner der Vorbereitung und wurde dann doch selbst in der größten Not nicht eingesetzt. Kobiashvili verletzte sich bei einem Länderspiel und war der erste Fall für die neue Informationspolitik des FC Schalke bezüglich Verletzungen: Mit Bezug auf die ärztliche Schweigepflicht gab der Club keine Auskunft über seine Verletzung. Kobiashvili brachte es nur auf vier Einsätze. Das mit der neuen Informationspolitik hatte sich schneller erledigt.
Grossmüller war ein Schnellschuss. Ursprünglich sollte er erst 2008 kommen. In seinem letzten Einsatz gegen Trondheim fiel er das erste mal positiv auf. Wo auf dem Platz seine Zukunft liegen soll, weiß ich noch nicht.
Bajramovic, Ernst und Jones teilten sich das defensive Mittelfeld. Ernst spielte zu Saisonbeginn stark, wurde später unauffälliger. Ähnlich ist es mit Jones, der sich mit seinem kraftvollen Spiel schnell einen hohen Status bei den Fans erarbeitet hat. Bajramovic kann alles genauso gut wie Ernst und Jones, ist aber der unbeständigste in diesem Trio.
Hauptproblem neben der Chancenverwertung ist das offensive Mittelfeld.
Rakitic, Grossmüller und Özil durften alle mal hinter den Spitzen spielen. Rakitic sah dort noch am Besten aus. Seit dem Heimspiel gegen Chelsea spielten Rakitic und Özil meistens gemeinsam. Egal wie: Keine Lösung erwies sich als für die Ziele des FC Schalke ausreichend.
Und je schwächer die nominell offensiven Mittelfeldspieler agierten, je mehr Ernst und Jones für die Gestaltung des Angriffspiels tun mussten, desto schwächer wurde der einst so starke Devensivverbund.

Abwehr

Der starke Pander fehlte. Auch wenn er mitspielte, fehlte der starke Pander, der auf links für Druck sorgen konnte. Meistens brachten nur seine Freistöße Gefahr. Viel zu oft spielte er aber gar nicht mit. Rafinha spielte immer mit. Sein flottes Fallen und ständiges Meckern geht mir auf den Sack. Dennoch kann ich einen Häkchen hinter seinem Namen vertreten.
Mladen Krstajic fehlte auch viel zu lange. Zum Glück konnte Schalke Heiko Westermann bereits zu dieser Saison verpflichten. Zuerst vertrat er Krstajic, und wusste neben Bordon zu gefallen. Dann ersetzte er Pander auf der linken Außenbahn und beackerte diese unermüdlich. Zudem scheint er lernfähig: Anfangs gab er den Lucio, versuchte durchzukommen und zu schießen. Mittlerweile spielt er mehr mit und ihm gelingen ab und an ordentliche Flanken. Für mich ist Westermann der bislang beste Neuzugang des FC Schalke 04.
Marcelo Bordon begann schwach. Und wenn es nicht gut lief, wurde gemeckert; Gelb. Oder er kam zu spät; Gelb. Er leistete sich unter Druck den einen oder anderen Bock. Zuletzt wurde er wieder besser. Gegen Nürnberg war er stark. Es gibt so Phasen, nur war man sie von Bordon eben nicht gewohnt.

Manuel Neuer
„Ich habe noch nie einen Torhüter erlebt, der nach so einem tollen ersten Jahr ein überragendes zweites hat folgen lassen. […] Irgendwann wollen die Leute nur noch Ergebnisse sehen. Die gestiegene Erwartungshaltung bringt eine ganz neue Drucksituation.“
Jens Lehmann sagte Neuer ein schweres zweites Jahr voraus. Er leistete sich Fehler und muss nun damit leben, dass ihm jeder auch nur theoretisch haltbare Schuss als Fehler angelastet wird. Auch das geht vorbei, und Slomka tut das einzig richtige, in dem er nichts tut, was Neuer von ihm aus überhaupt zu einem Thema werden lassen könnte. Am Ende wird Schalke einen sehr jungen und sehr starken Torwart haben.

Müller, Slomka

Den Abgang Lincolns nicht mit einem erfahrenen Spielern kompensiert zu haben war ein Fehler. Müller glaubte daran, dass es mit dem Haufen Talent, das Rakitic und Özil haben, schon irgendwie gehen würde. Heute weiß er es besser. Mir ging und geht es wie ihm.
Westermann und Jones waren sehr gute Transfers. Auch an Ivan Rakitic glaube ich, wenn auch 5 Mio. Euro für einen 19-Jährigen zukünftigen Star ein ganz schöner Batzen sind. Ob / was aus Grossmüller wird, wird sich zeigen.
Boenisch wurde viel zu überhastet an Werder Bremen verkauft. Nun hat sich Boenisch selbst verletzt und hätte Pander nicht ersetzen können, aber das Problem ist grundsätzlicher. Was Schalke an gelernten Mittelfeldspielern zu viel hat, hat es an gelernten Spielern für die Abwehrkette zu wenig.
Mirko Slomka würde ich mir öfter viel klarer wünschen. Als es in der letzten Saison darum ging, ob Lincoln nach Verletzung wieder in die Mannschaft rücken würde, lies er keine Zweifel aufkommen. Wenn es aktuell um Neuer geht, ist er ebenso deutlich. Ansonsten wirkt er wenig entscheidungsfreudig. In einem Team zu arbeiten, heißt nicht automatisch, das immer nur von „wir“ gesprochen werden muss. Unterstrichen wird das durch die Tatsache, dass sich jeder über alles beschwert. Boenisch hat sich wegbeschwert. Azaouagh wird der nächste sein. Auch Grossmüller und Bajramovic meinten, sich öffentlich beklagen zu müssen, Bordon und Kuranyi wollten den Kader via Zeitung verstärken. Irgendwo rappelt ständig irgendwas. Da fehlt es an Führung.

Ziele und Aussicht

Es soll mindestens der dritte Platz in der Bundesliga und die zweite Runde in der Champions League werden. In der CL ist das erste Ziel erreicht, was folgt ist das Topping. Und obwohl Schalke nur zwei Siege mehr als Rostock, Bielefeld oder Bochum gelangen, ist der dritte Tabellenplatz auch nur 3 Punkte entfernt.
Müller will das Team verstärken. Mit Zé Roberto soll ein spielstarker Offensivspieler kommen, dazu soll noch ein treffsicherer Stürmer geholt werden. Ob auch Streit noch vor der Rückrunde kommt, werden wohl die Ärzte entscheiden.
Um den Kader nicht ins Unendliche anwachsen zu lassen, muss Müller auch Spieler loswerden. Rodriguez und Varela spielten in dieser Saison bislang kaum eine Rolle und ihr Abschied, spätestens zu Saisonende, gilt als abgemacht. Die Verträge mit Asamoah und Bajramovic laufen auch aus. Lövenkrands und Larsen dürften wohl gehen, wenn sich Abnehmer finden ließen – auch der Finanzen wegen, die Dänen sollen dem Vernehmen nach zu den Besserverdienern im Kader gehören.
Solche Transfers lenken den Druck wieder auf Slomka. Schalke will dauerhaft in der Champions League vertreten sein. Dazu braucht es besseren Fußball, als er in der Hinrunde geboten wurde. Und sowohl Zé Roberto, als auch Albert Streit, gelten als schwierig zu führende Spieler.

Es wird wohl nicht ruhiger werden, auf Schalke. Aber irgendwie ist es ja auch genau das. Ma’kucken.

Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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