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Dienstag, 15. April 2008

Fünf!

(Zum Spiel FC Schalke 04 – Energie Cottbus)

Was war das jetzt?
War es das Aufspielen nach der Befreiung einer Bürde? War es die Motivation durch das Neue? War es einfach die Fortsetzung der ordentlichen Offensivleistung gegen Bremen, gegen einen Gegner der die Defensive nicht testete? Oder war der Gegner einfach in allen Belangen zu schwach?

Man kann auf jeden Fall sagen, dass heute alle Schalker Spieler ihren Gegnern überlegen waren und das Schalke nicht aufhörte Fußball zu spielen, auch als das Spiel schon entschieden war.

Kuranyi war mit 4 Treffern natürlich der Held des Spiels, aber vor allem durch Streit und Sanchez wurde die Offensive immer wieder angetrieben. Streit setzte sich wiederholt mit großem Körpereinsatz in eins zu eins Situationen durch, in Situationen, in denen der gegen Rostock den Ball noch abschenkte. Und Sanchez ist auf dem besten Weg zum Publikumsliebling: Wenn einer so wuselt, schwer vom Ball zu trennen ist, und sich ihn, wenn er ihn mal verloren hat, auch noch selbst zurückholt, dann hat man bei den Fans schnell einen Stein im Brett – wohl überall, auf Schalke sicher.

Schalke hat gut gespielt, wieso auch immer. Ich denke wir werden das Spiel gegen den HSV abwarten müssen um Beurteilen zu können, ob sich bereits was Grundlegendes geändert hat.

Stiller Blau

Wie lange sollen wir noch warten
bis wieder bess're Zeiten starten?

Plötzlich weiß ich ganz genau, was ich nicht mehr will.
Bisher war das nur so ein komisches Gefühl.

Wie lange müssen wir nun warten
bis wieder bess're Zeiten starten?
Wie viel Tage müssen denn verfliegen
bis wir uns in den Armen liegen?

Plötzlich weiß ich ganz genau, was ich will.
Bisher war das nur so ein unbestimmtes Gefühl.

Wir werden dann nicht mehr die Gleichen sein
und irgendwann die Dinge mit ander'n Augen seh'n.

NRZ meldet Einigung zwischen Fred Rutten und Schalke 04

Ist zwar nur ein kurzer Satz in einem Beitrag der ansonsten nichts liefert was man nicht schon wüsste; vielleicht aber der entscheidende.
Ich vermute allerdings, dass es vor nächster Woche keine Bestätigung von einem der Vereine oder Fred Rutten geben wird. Am Sonntag steht für Twente Enschede ein wichtiges Heimspiel gegen Willem II an, da wäre ein noch größeres Palaver um den Trainer schlecht.

Eintracht Frankfurt hat das schwerste Restprogramm

Noch sechs Spieltage bis Saisonende. Mike Büskens und Youri Mulder starten als Schalke-Trainer gegen Energie Cottbus. Es ist schon eine Ironie des Schicksals, dass der Auslöser zur Entlassung Mirko Slomkas ausgerechnet ein Spiel war, in dem Schalke in der Offensive durchaus gefällig spielte. Aber lassen wir das, schauen wir nach vorne, schauen wir aufs Restprogramm.

Die Aufgaben der verschiedenen Mannschaften zu beurteilen ist sicher Gefühlssache. Fans ahnen welche Clubs ihrem Team liegen, glauben zu wissen gegen wen sich ihre Mannschaft schwer tun wird. Als Zahlenfetischist kam man sich mit solchen Gefühlsduseleien natürlich nicht zufrieden geben, versucht man, aller Vernunft zum Trotz, die Unterschiede greifbar zu machen, die Schwierigkeiten darzustellen. So auch ich.

Die folgenden Tabellen geben an welche Durchschnittspunktzahl ein jeder Gegner in der Rückrunde in der jeweiligen Situation (Heim- oder Auswärtsspiel) erreicht hat. Um es am Beispiel Schalke festzumachen: Cottbus hat in der Rückrunde in 5 Auswärtsspielen 5 Punkte gewonnen, macht einen Schnitt von 1,0. Der HSV hat in der Rückrunde in 6 Heimspielen 11 Punkte geholt, macht einen Schnitt von 1,83 usw..

Wenn man diese Werte addiert bekommt man eine zumindest für heute gültige Ranking, wie schwer es die jeweiligen Teams in der restlichen Saison noch haben werden; wobei nur Wolfsburg und Nürnberg aus dem Rahmen fallen und in der Addition einen falschen Wert aufweisen, wegen ihres fälligen Nachholspiels.

Und während das Gros der Teams doch recht nah beieinander liegt, fällt doch der Wert der Frankfurter Eintracht aus der Reihe. Nur Frankfurt und Wolfsburg spielen noch gegen je 3 Clubs, deren Durchschnittspunktzahl in der jeweiligen Situation größer oder gleich 2 beträgt.

Für Schalke sollte demnach das Heimspiel gegen Hannover die leichteste Begegnung darstellen, nicht etwas das heutige Spiel gegen Cottbus. Das schwerste Spiel ist das Auswärtsspiel in Hamburg, was allerdings wirklich keine Überraschung darstellt.

Was Schalke daraus macht wird man sehen. Jetzt geht’s ans abarbeiten der Liste. Heute geht’s los. Ich bin gespannt.


Kommentare & Antworten

Auch von mir happy holiday...
Auch von mir happy holiday für Dich!
Juergen (anonym) - 8. Juli, 14:25
Na dann erhol dich gut,...
Na dann erhol dich gut, Herr Wieland!
Julian (anonym) - 8. Juli, 09:47
War was?
Erst eine Woche? Unfassbar. PS: Ich hab' seit Sonntag...
Jannik (anonym) - 6. Juli, 23:06
Die Bild ist sicher deutlich...
Die Bild ist sicher deutlich näher dran. „Miljoen“...
Herr Wieland - 6. Juli, 14:15
Ihr solltet den Artikel...
Ihr solltet den Artikel richtig lesen. Inklusive des...
Frank (anonym) - 6. Juli, 13:32
Wat denn nu?
Ich kenn diese Zeitung in den Niederlanden nicht (Boulevard/Seriösität)...
kurtspaeter - 6. Juli, 12:47
Ja, gespannt bin ich...
.. ich bin aber eher der Typ, der an das Gute im Spieler...
Herr Wieland - 5. Juli, 00:07
Ich bin ja mal gespannt
Nachdem wir den Spieler ein paar Mal im Nationaltrikot...
kurtspaeter - 4. Juli, 07:21

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Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
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