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Ich bin nicht unzufrieden, aber auch nicht zufrieden - denn ich bin nie zufrieden.
Fred Rutten

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Nah am Mann sein

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Donnerstag, 22. Mai 2008

Popstars

Das Manchester United immer auch Popstars in seinen Reihen hatte sei der Grund, warum es der beliebteste Verein der Welt ist, schrieb Simon Kuper in der April-Ausgabe der 11 Freunde. Tatsächlich können Christiano Ronaldo und Wayne Rooney auch zu dieser Kategorie gezählt werden. Mich bedrückt das Hinterfragen dieser Thematik allerdings etwas, denn es zeigt mir mal wieder, dass ich alt werden.

Es läuft ähnlich wie mit der Musik. Als Teenager war ich nah dran an jeder Stilveränderung, und auch wenn ich nicht alles toll fand war ich doch offen, wusste ich über jede Welle bescheid, die andere gerade ritten. Irgendwann ließ das nach, wurde mir meine eigene Aktualität unwichtiger. Und heute werden Prince und Guns N’ Roses auf WDR 2 gespielt.

Wenn nun von Christiano Ronaldo die Rede ist könnte ich einen mehrminütigen Monolog halten, wieso ich den nicht leiden kann. Natürlich käme das Wort Zirkus drin vor, und die Grundbeschuldigung würde lauten, dass er keinen Respekt vor Gegner und Spiel hat. Ich würde wohlmöglich von einigen Leuten Zustimmung ernten, und doch würde ich damit nur den Beweis antreten, wie verbohrt und unflexibel ich mittlerweile bin.

Ich, der weitestgehend talentfreie ehemalige Jugendspieler des DJK Adler Duisburg, war allerdings schon immer mehr ein Abwehr-Typ. Da ich mich fast ausschließlich durch meinen kräftigen Schuß auszeichnete, durfte ich grundsätzlich alle Standardsituationen ausführen. Aus meiner an Höhepunkten armen Karriere kam mir gestern Abend wieder ein Auswärtsspiel bei Duisburg 1900 in den Sinn, bei dem ich mich auf angefrorenem Ascheplatz bei jeder Ecke lang machte. Hätte es mehr Erinnerungen an flotte Dribblings und schöne Tore in mir, vielleicht hätte ich meine Toleranz gegenüber den Fußball-Popstars länger bewahren können.

Kommentare & Antworten

Sind wir schon wieder...
Sind wir schon wieder auf einem sehr, sehr guten Weg?
Weselaner (anonym) - 20. August, 00:33
Hülsenfrüchte
Bei Löw scheint's einfach nicht ohne zu gehen....
Trainer Baade (anonym) - 19. August, 19:48
1:5 wär doch oki
Immerhin heißt die Paarung ja Werder Bremen-Schalke...
Manfred (anonym) - 18. August, 15:17
Ich zolle dem FC Bayern...
Ich zolle dem FC Bayern einen Riesenrespekt, dass sie...
Spielmacher (anonym) - 17. August, 19:02
Ja,
das finde ich auch. Immerhin war das der HSV ohne van...
Dafeld (anonym) - 16. August, 11:04
Danke
... an Tina fürs Kompliment und an Dafeld für...
Herr Wieland - 16. August, 01:23
Buddha...
...nicht Buddah. Zum Glück ging's ja schonmal...
Dafeld (anonym) - 16. August, 00:20
Das hat Spaß gemacht
Also, diesen informativen und unaufgeregten Text zu...
tina (anonym) - 15. August, 22:43

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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