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And the Oscar goes to: Tom Bartels

(Zum Spiel FC Schalke 04 – VfL Bochum)

Aus Scheiße Gold zaubern, dass schaffen nur Hollywood und die ARD-Sportschau. Ein rasantes Ruhr-Derby war das Spiel nur im Film.

Zwei bemühte Mannschaften, die verschoben was das Zeug hielt. Die deckten, grätschten, zogen und – besonders im Falle der Bochumer – sich auf dem Rasen wälzten. Zwei Mannschaften, die nicht in der Lage waren, Fußball zu spielen und die auch kaum Höhepunkte schufen. Torschüsse Richtung Bochumer Tor passierten, Richtung Gelsenkirchener Tor passierten sie in der ersten Hälfte nicht mal.

Schalke hat die stärkeren Einzelspieler, weshalb das Spiel hauptsächlich in der Bochumer Hälfte stattfand. Doch da, wo es eng wurde, verhalf nur der Zufall den Schalkern zu Chancen. Und wenn der Ball dann mal gefährlich durch den 5-Meter-Raum flipperte, fand sich regelmäßig ein Schalker, der den Ball neben oder über den Kasten klärte. Selbstverständlich fiel das Tor nach einer Standardsituation.

In der zweiten Hälfte ließen bei Schalke die Kräfte nach und der VfL bekam gleichfalls die Möglichkeit, schlecht nach vorne zu spielen. Auf zwei Distanzschüsse haben sie es gebracht. Es gab Spiele, da reichte das für ein Unentschieden gegen Schalke. Gestern nicht.

Uninspiriert ist für mich das Wort des Spiels. Schalke war uninspiriert. Bochum war uninspiriert. Und sogar die Gelsenkirchener Ultras waren uninspiriert, ließen sich von einem Spiel ohne jegliches Feuer anstecken und verfielen in einen Dauersingsang der völlig am Spiel vorbei ging, nurnoch sich selbst feiernd.

Kreativ war nur Tom Bartels, der daraus einen unterhaltsamen Zusammenschnitt zauberte, das, was der Fußballfan nach einer anstrengenden Woche genießen möchte. Gleichzeitig schuf er sich die fast perfekte Bewerbung für einen Job im zukünftigen DFL-TV. Wirklich perfekt wäre sie gewesen, wenn er noch irgendwie tosenden Jubel zum Abpfiff hätte reinschmuggeln können. So konnte der aufmerksame TV-Zuschauer noch kurz das Gemisch aus bravem Applaus und Pfiffen mitbekommen, das es im Stadion trotz des 1:0 Sieges zu hören gab, und das ihn auf die Idee bringen konnte, dass da irgendwas nicht ganz zusammenpasste.


[Bild: Noodlefish]
dafeld (anonym) schrieb am 2. Dezember 2007, 11:25 :

Ich sach ma:

Hauptsache drei Punkte. Diesmal weiß ich ja zum Glück, wie ich sie in der Ruhrpott-Tabelle erscheinen lassen kann. Und im nächsten Jahr sieht so die Schalker CL-Tabelle aus ... äh (hüstel, räusper), na ja, wir können uns ja noch über den CL-Sieg qualifizieren...

Ja

„Hauptsache drei Punkte.“

Die Sportschau konnte ich gestern nicht sehen

da ich noch im Stau auf der A2 steckte. Das Spiel war unterste Kanone, was vor allem daran lag, daß der VFL in der ersten Halbzeit erfolgreich das Spiel zerstörte. Lange Unterbrechungen genau zu den Zeitpunkten in denen Schalke langsam ins Spiel zu finden schien. Daß die Schalker momentan mit so einer gegnerischen Taktik nicht umgehen können, konnte man ja schon am Spiel gegen den HSV fest machen. Trotzdem investierte Schalke mehr ins Spiel und gewann das Derby mit Sicherheit verdient. Den Bochumer fast Toren zu trotz. Fortuna scheint uns wieder hold.

Ja & Ja

Das Spiel war unterste Kanone“
„Trotzdem [...] gewann [Schalke] das Derby [...] verdient.“

Treffender Kommentar

Das mit dem Bartels und DFL-TV! Eine echte Premium-Kombination.

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Trackbacks zu diesem Beitrag

pfostenschuss.twoday.net - 3. Dezember, 06:50

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Kommentare & Antworten

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Auch von mir happy holiday für Dich!
Juergen (anonym) - 8. Juli, 14:25
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Na dann erhol dich gut, Herr Wieland!
Julian (anonym) - 8. Juli, 09:47
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Ja, gespannt bin ich...
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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
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