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Nah am Mann sein

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Hamit

Hamit war auf Schalke. Dienstag war auf der Homepage des S04 zu lesen, dass er in Gelsenkirchen war um seine Familie zu besuchen, und dass er dabei einen Abstecher zu seinen ehemaligen Mannschaftskollegen unternahm. Einen Tag später war zu lesen, dass er sich verletzt hätte und für den Rest der Saison ausfallen würde ...

Schalkes Spieler Nr. 12 der letzten Saison: Im Star-Ensemble des FC Bayern hat er sich in kürzester Zeit ein besseres Standing erspielt, als er es auf Schalke je gehabt hätte.

Hamit stand in allen Bundesligaspielen in dieser Saison auf dem Platz. Sieben mal spielte er über 90 Minuten. Fünfmal wurde er ein-, dreimal ausgewechselt. Im Durchschnitt spielte er 70 Minuten pro Spiel. Und häufig richtig gut!

Auch ich habe ihm das nicht zugetraut, habe ihn dort gesehen, wo Schlaudraff nun sitzt.
Spielt er plötzlich so viel besser? Oder lag es an Schalke, gar an den oft recht kritischen Fans?

Nein, ich habe mir seine schwachen Spiele, seine Schüsse aus 30 Metern Richtung Oberrang nicht eingebildet. Und ja, ich habe häufig mit dem Kopf geschüttelt, wenn er allzu offen einen Stammplatz forderte, wenn er sich laut gab, statt einfach die Klappe zu halten und ordentlich zu spielen.

Andererseits sagt man doch, dass man hier so sei! Und er ist eben von hier.
Wir mögen Spieler wie Nemec oder Kobiashvili, weil sie die Schnauze halten und Fußball spielen. Wir sind aber als Zuschauer und Fans selbst durchaus aufbrausend, schnell kritisch und rasch Unmut äußernd. Bei uns wird schon gepfiffen, während in München noch darüber gestritten wird, wer für deren scheiß Stimmung verantwortlich ist.

Vielleicht wurde einfach zuviel erhofft von diesem jungen Mann, nach seinem überragenden Debüt gegen Dortmund. Vielleicht lag dadurch die Latte direkt etwas höher. Vielleicht hätte man ihn konstanter auf einer Position einsetzen sollen, statt ihn überall mal auszuprobieren. Vielleicht, vielleicht ...

Nun ist’s egal. Er kam nach München und war im richtigen Moment der richtige Mann für die richtige Position. Hoffentlich bleibt das auch nach der Winterpause so, hoffentlich auch, nachdem Hoeneß wieder einkaufen geht.

Alles Gute, Hamit, und sorry, dass auch ich nicht an Dich geglaubt habe!

Konnte ja auch wirklich niemand ahnen, dass Hamit in München so dermaßen einschlägt. Vielleicht liegt das daran, dass er die Chande sieht, Salihamicic zu beeerben und sich ähnlich den A.. aufreisst wie der Herr Vorgänger. Technisch und spielerisch ist er eh besser. Vielleicht wirklich dieses "richtiger Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit". Könnte glatt mein Lieblingsspieler bei Bayern in dieser Saison werden. Netter Text, übrigens.

Danke.

Ja, wenn man zu Bayern wechselt, braucht man immer auch das Glück, dass sich gerade eine Lücke ergibt, in die man stoßen kann. Leute wie Roland Wohlfarth oder Thomas Strunz hatten auch so ein Glück. Hashemian beispielsweise hatte dieses Glück nicht und für Schlaudraff siehts wohl auch nicht gut aus.

Aber von wegen Hamit im Vergleich zu Salihamidzic: Der Bosnier war zu seiner Zeit in den Champions League - z.B. in seinen Duellen gegen R. Carlos / Real Madrid - ein Topspieler auf CL Niveau! Ganz sicher viel zu wenig beachtet, aber trotzdem. Da muss Hamit noch hinwachsen, bei allem Talent.

Eben.

Sehe ich auch so, Torsten.

Im Vergleich zu Brazzo ist für Hamit noch Luft nach oben. Iss ja auch klar. Wir vergleichen hier Äpfel mit Birnen. Wie lange ist Hamit denn erst in München?!

@Karl: Hamit technisch besser als Brazzo? Das muss er mir erstmal noch zeigen. Vor allem in der von Torsten angesprochenen CL und gegen die Top-Teams, als ein Brazzo zu seinen Glanzzeiten die Stars schwindelig spielte und in Grund und Boden rannte...

Klar, Hamit muss sich erst noch dauerhaft beweisen. Von daher ist das schon ein Äpfel-Birnen-Vergleich. Aber ich glaube, da geht noch Einiges für Hamit und ich hoffe halt, dass es einen neuen Brazzo gibt.

@breitnigge: Technisch wirklich stark war Brazzo doch nie, oder habe ich mich da jahrelang verschaut? Was ja auch keinerlei Rolle spielt, wenn jemand all die CL-Superstars schwindelig kämpft und läuft und einfach immer will.

Natürlich kann ich das nicht belegen, aber ich habe mir schon vor der Saison gedacht, dass Hamit bei den Bayern vielleicht sogar die meisten Einsätze aller Spieler bekommt. Die Bayern haben ihn ja nicht umsonst geholt, denn er ist - mit kleinen Unterschieden - ein Spielertyp wie Salihamidzic, der problemlos auf vier, fünf Positionen spielen kann, ohne dass ein Qualitätsverlust zu spüren ist. Und Salihamidzic hat in den letzten Jahren auch immer auf dem Platz gestanden.

Worüber ich mich nur wundere, ist, dass Hitzfeld in den Spielen, wo Hamit nicht von Anfang an spielt, nicht einfach den Lell rausnimmt und Hamit hinten rechts spielen lässt.

Naja

Ich denke schon, dass es einen Qualitätsverlust gibt, wenn er allzu viel durchs Feld verschoben wird. Und eben gerade hinten rechts: Da habe ich ihn schon ziemlich schlecht gesehen.

Aber vielleicht habe ich auch da schräg gekuckt und ich werde auch diesbezüglich eines Besseren belehrt. Da das ja bei den Bayern stattfindet, werden wir es alle mitbekommen. Fast kann man sagen: Ob man will oder nicht.

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Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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