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Nah am Mann sein

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Typisch Schalke

(Das immer schwerste Spiel: Rosenborg Trondheim)

Nicht geht einfach in diesem Club. Nichts geht glatt. Immer spitzt es sich bis aufs Letzte zu, und dann muss unbedingt gewonnen werden. Gegen Blau-Weiß 90 Berlin, gegen Borussia Dortmund, nun gegen Rosenborg Trondheim.

Gut, verglichen mit den Spielen gegen Berlin und Borussia erscheint ein möglicher Ernstfall weniger dramatisch. Weder ginge es für Schalke Richtung Regionalliga, noch gäbe man eine sicher geglaubte Trophäe aus der Hand. Vielmehr ist es so, dass nicht unbedingt mir dem Weiterkommen in dieser Gruppe gerechnet werden konnte, obwohl es als offizielles Ziel ausgegeben wurde.

Und trotzdem geht es um richtig viel für Schalke 04: Um etwas Ruhm, um etwas mehr Geld, und vor allem um Kontinuität.

Alles deutet darauf hin, dass es in diesem Spiel auch um den Trainerjob geht. Dabei hat Slomka in der letzten Saison bewiesen, dass er eine adäquate Mannschaft an die Tabellenspitze, in die Champions League führen kann. In dieser Saison stellt sich die Mannschaft als inadäquat zu den ausgerufenen Zielen dar. Mit Manager Müller wurde allerdings kürzlich bis 2011 verlängert.

Es fehlt an einem Ersatz für Pander, der spätestens nach dessen zweiten (oder dritten, oder vierten?) Verletzung hätte geholt werden müssen, wie auch kurtspäter bereits bemängelte. Varela und Kobiashvili standen praktisch nicht zur Verfügung, der Ersatzmann, der Würger von Frankfurt, hat bislang nicht geholfen.
Und es hat sich gezeigt, dass es nicht funktioniert, auf konstante Leistungen von zwei talentierten 19-Jährigen zu bauen. Aber ausgerechnet mir stünde es schlecht, das nun zu bemängeln, nachdem ich doch in der Sommerpause verpasst hatte, genau dies zu tun – nachdem ich auch daran geglaubt hatte, dass das Talent der Jungen und die Erfahrung der Defensivabteilung die passende Mischung sein könnte!

Viel ist schief gelaufen, in dieser Hinrunde, viel mehr noch als ich hier und jetzt dazu schreiben möchte. Aber Müller bleibt, und Müller arbeitet am Kader. Das geht mit den vielfach kolportierten 12 Millionen Euro aus der nächsten Champions League Runde besser als ohne, und schneller, als wenn er sich erst noch um einen anderen Trainer bemühen müsste.
Das mit dem Entlassen von Trainern hat auf Schalke schon cirka 30 mal nicht funktioniert.



Als Appetizer und als Erinnerung, dass Fußball auf Schalke auch im Herbst 2007 Spaß machen kann, hier noch mal die Bilder aus dem Spiel gegen Chelsea. Nur ein Tor muss es heute Abend bitte sein ...




[Bild: caffeina]

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Kommentare & Antworten

Sind wir schon wieder...
Sind wir schon wieder auf einem sehr, sehr guten Weg?
Weselaner (anonym) - 20. August, 00:33
Hülsenfrüchte
Bei Löw scheint's einfach nicht ohne zu gehen....
Trainer Baade (anonym) - 19. August, 19:48
1:5 wär doch oki
Immerhin heißt die Paarung ja Werder Bremen-Schalke...
Manfred (anonym) - 18. August, 15:17
Ich zolle dem FC Bayern...
Ich zolle dem FC Bayern einen Riesenrespekt, dass sie...
Spielmacher (anonym) - 17. August, 19:02
Ja,
das finde ich auch. Immerhin war das der HSV ohne van...
Dafeld (anonym) - 16. August, 11:04
Danke
... an Tina fürs Kompliment und an Dafeld für...
Herr Wieland - 16. August, 01:23
Buddha...
...nicht Buddah. Zum Glück ging's ja schonmal...
Dafeld (anonym) - 16. August, 00:20
Das hat Spaß gemacht
Also, diesen informativen und unaufgeregten Text zu...
tina (anonym) - 15. August, 22:43

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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