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Egal wie?

(Zum Spiel Hamburger SV – FC Schalke 04)


Egal wie. Hauptsache gewonnen. Ein 6-Punkte-Spiel.

Unter Mirko Slomka war das Wie nicht egal, stand Schalke
auch oben und feuerte Slomka eben wegen des Wie!

Unter Slomka hat Schalke aber gegen Duisburg oder Berlin,
Rostost oder Karlsruhe schlecht gespielt – und gegen die
Spitzenteams auch nicht gewonnen.

Stuttgart wurde am ersten Spieltag der
Rückrunde mit 4:1 geschlagen ...

Ja, und das war’s! Gegen München, Bremen, Hamburg,
Stuttgart und Leverkusen gab es in der Hinrunde
5 Unentschieden und zuletzt 3 Niederlagen in Folge!



Die direkten Duelle mit den Clubs, die um die Champions League-Plätze spielen, sind für diese Saison erledigt. Schalke holte nur 11 von 30 Punkten, steht nun aber trotzdem auf Platz 3, Punktgleich mit Werder Bremen, und hat sich zu Platz 4 etwas Luft verschafft; dank des – egal wie – errungenen Siegs gegen den HSV.

Dabei spielte Hamburg gestern so, wie es Schalke in dieser Saison auch schon häufig zeigte: Sie dominierten das Mittelfeld, spielten bis 30 Meter vor dem Schalke Tor gefällig. Dort wo es eng wurde fehlte es aber an Kreativität, ganz vorne taten sich Abschlussschwächen auf, dazu einige schwache Situationen in der Abwehr – und zack, war das Spiel verloren.

Nein, es behagte mir nicht, dass Schalke sich nach der frühen Führung derart weit zurückzog. Lieber hätte ich die Blauen auf einen weiteren Treffer spielen sehen. Aber das hätte Raum bedeutet, für Spieler wie van der Vaart und Olic, die mit Raum etwas anfangen können. Vermutlich war es clever, und vermutlich muss man solche Spiele so spielen.

So hat Schalke wenig Chancen zugelassen und das erste mal in dieser Saison gegen eine der genannten Spitzenmannschaften kein Gegentor hinnehmen müssen. Die Null stand, ausgerechnet gegen Huub Stevens.


[Was beim letzten mal wa(h)r: „Fieser Fußball und schlechte Schalker“]

Ich glaube mit einem 0:0 wäre man auch zufrieden gewesen.

Auch wenn das Spiel nicht die Klasse hatte, aber irgendwie erinnerte mich der Kick an das Spiel am Mittwoch in Barcelona. Mit dem Unterschied, daß Kuranyi seinen Elfer verwandelte. Eigentlich ein Grottenkick für den Zuschauer weil auch Hamburg eher als "Mostly Harmless" zu bezeichnen war. Auswärts darf man aber bestimmt auch einmal gegen eine spielende Mannschaft etwas defensiver auftreten. Finde ich ehrlich gesagt gut. Zu oft wurden in den letzten Jahren nach einer Führung noch deprimierende Kontertore eingefangen. Ich glaube genau darauf hatten Büskens und Mulder die Mannschaft gestern eingestellt. Laut Aussage von Jones wird sogar wieder Manndeckung trainiert! Mit der Betonung auf wieder.

In der Tat kann man das Spiel gestern als geradezu "slomkaesk" bezeichnen. Das Ergebnis stimmt, das "Spiel" über weite Phasen nicht. Großartige spielerische Veränderungen darf man allerdings unter "Muskens" auch nicht mehr erwarten. In vier Wochen können die beiden Interims-Coaches unseren Jungs nicht alles neu beibringen. Entscheidend ist, was unter Rutten in der Sommervorbereitung entsteht. Darauf bin ich gespannt. Bis dahin reichen mir konzentrierte Auswärtsleistungen wie die gestrige völlig aus. Und ja - ich glaube, wir hätten auch unter Slomka in den letzten beiden Partien nicht unbedingt schlechter abgeschnitten. Aber das hätte auch bedeutet, dass wir uns den Vogel noch eine weitere Saison hätten antun müssen. So haben wir jetzt zumindest wieder die Hoffnung auf den Sommer.

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Trackbacks zu diesem Beitrag

pfostenschuss.twoday.net - 28. April, 08:29

Was man aus Hamburg noch nicht hörte

Bier wird an den Platz gebracht,... [weiter]

Kommentare & Antworten

Ist bei Dir in dieser...
Ist bei Dir in dieser Woche thematisch irgendwie FC...
breitnigge - 15. Mai, 21:05
Und Kaiserslautern in...
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Easyfunk [welt-hertha-linke] (anonym) - 15. Mai, 09:56
Schalker Realität
Da die sich nicht kommentieren lässt ;), hier...
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Dafeld (anonym) - 12. Mai, 06:01
Verschwörungstheorien...
Verschwörungstheorien sind was feines, oder? ;-)
breitnigge - 11. Mai, 23:42
Cola-Dosen Aktion
@ Dirk Ich glaube der vorredner meint die Aktion aus...
Boehn1904 (anonym) - 11. Mai, 23:28
Sinalco.....
.....war richtigerweise tatsächlich mal Sponsor...
Dirk (www.ruhrpott-meister.de) (anonym) - 11. Mai, 22:46
Vergleich
... mal diesen Text mit dem oder diesem, und Du wirst...
Herr Wieland - 11. Mai, 22:26

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Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
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