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Ich bin nicht unzufrieden, aber auch nicht zufrieden - denn ich bin nie zufrieden.
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Helden

Freitag, 18. Mai 2007

Mein Fauxpas um Dennis Bergkamp

Eigentlich wollte ich Dennis Bergkamp heute zum Geburtstag gratulieren und das unten angehängte Filmchen präsentieren. Dummerweise hatte dieser großartige Fußballer bereits vor acht Tagen Geburtstag; wieso ich mir das falsch gemerkt habe weiss ich nicht.

Die Qualitäten des Herrn Bergkamp und auch das YouTube-Filmchen werden dadurch aber nicht weniger gut: Seine Schüsse sahen aus wie ferngesteuert, es sah aus wie in "EA Sports FIFA wannauchimmer" - und der Gegner spielte im Amateurnmodus.
Also nachträglich alles Gute zum Geburtstag, Dennis Bergkamp!



Donnerstag, 22. März 2007

Ennatz Dietz, Held meiner Stadt

Als ich 1972 geboren wurde, hatte Bernard Dietz bereits 58 Bundesligaspiele für den Verein meiner Geburtsstadt, den MSV Duisburg, bestritten. Es folgten 471 weitere Spiele für den MSV und Schalke 04, 53 Ländespiele, der Europameistertitel als Kapitän der Nationalmannschaft. Aber das sind nur Zahlen. In dieser Stadt, in der ich da aufwuchs, war er DER Fußballer. Ennatz Dietz, auf jeden Fall einer für meine Helden-Kategorie!
Heute wird er 59 Jahre alt.

Geboren wurde er als Sohn eines Bergmanns, ganz am Rand des Ruhrgebiets, in Bockum-Hövel, heute zu Hamm gehörig. Eigentlich wollte er zum 1.FC Köln und bekam von denen sogar seine erste Einladung zu einem Probetraining. Die wollten ihn aber erst noch nach Lünen schicken, um ihn dort Erfahrung sammeln zu lassen. Als just in dem Moment der MSV Duisburg an ihn herantrat, sagte er zu.

Hier wurde er groß, und zwar sofort. Bereits in seinem ersten Profijahr wurde er als 22 Jähriger in 30 Bundesligaspielen eingesetzt. In den 17 Jahren seiner Profikarriere spielte er 15 Jahre mehr als 30 Ligaspiele, in fünf Jahren war er in allen 34 Spielen auf dem Platz!

Aber er war nicht nur das "eiserne Pferd", er war auch der leistungsbeständigste Spieler des MSV, einem Verein, der seit dem Bundesligastart 1963 und bis dahin immer erstklassig war.
1974 debütierte er in der Nationalmannschaft. 1978 nahm er an der WM in Argentinien teil. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte er, als er 1980 bei der EM in Italien, als Kapitän der Nationalmannschaft, nach dem 2:1 Sieg im Finale gegen Belgien, den "Coupe Henri Delaunay" entgegen nehmen durfte!

Wenn sich die älteren Herren in Duisburg an Dietz erinnern, erzählen sie allerdings nicht von der Nationalmannschaft, sondern vom 6:3 Sieg des MSV gegen Bayern München.
Dietz erzielte 4 Tore und Meiderich gewann, nachdem sie gegen die großen Bayern 1:2 und 2:3 zurückgelegen hatten.

1982 reichte es für den MSV nicht mehr. Meiderich stieg als Tabellenletzter ab, mit einem 2:1 Sieg gegen Fortuna Düsseldorf am 29.05.82. Die Lässigkeit, mit der der damalige MSV-Präsident mit diesem Abstieg umging, schockte Dietz dermassen, dass er noch am gleichen Abend ein Angebot von Rudi Assauer annahm und noch als 34 Jähriger zu Schalke 04 wechselte, das gerade erst wieder in die erste Liga aufgestiegen war.

Fünf Jahre war er noch für Schalke im Einsatz. In seiner ersten Saison in Königsblau bestritt er alle 34 Spiele, ohne auch nur einmal ein- oder ausgewechselt worden zu sein, konnte seinen zweiten Abstieg innerhalb von zwei Jahren aber auch nicht verhindern.
Im folgenden Jahr schaffte er mit Schalke den sofortigen Wiederaufstieg. In der Saison 84/85 landeten die Königsblauen auf Platz 8, 85/86 auf Platz 10, Ennatz Dietz spielte als 38 Jähriger immernoch in 27 Spielen von Beginn an.

In der nächsten Saison war Schluss für Ennatz. Von Saisonbeginn an vollzog Trainer Rolf Schafstall den Wechsel, Wilfried Hannes, Neuzugang von Borussia Mönchengladbach, übernahm Dietz' Einsatzzeiten. Am 13. Spieltag, am 08.11.86, bestritt Dietz sein endgültig letztes Spiel - wie es sich gehörte, über 90 Minuten.

Fast mehr noch als seine Leistungen, mögen die Leute hier in der Gegend aber seine Art. Vielleicht manchmal ein wenig "altmodisch", aber eben nicht angepasst, sich nicht dem System beugend. Der MSV hätte ihn gerne als Cheftrainer gehabt, der VfL Bochum auch, nachdem er in Bochum die Jugend-, beim MSV die Amateurmannschaft betreute und insgesamt dreimal als Interimslösung den Profikadern vorstand. Doch das große Rampenlicht ist nicht sein Ding und so zog er sich immerwieder nach kurzer Zeit aus dem Profigeschäft zurück.
Dafür ist er wohl einfach zu normal.

_______________

Persönlich verbindet mich mit Ennatz Dietz auch noch ein Fotograf.
Das folgende Bild des Europameisters entstand am 12.07.1982 - also nach Dietz' letztem Spiel als Zebra und vor seinem ersten Einsatz in Königsblau! - im Duisburger Wedaustadion.
Den vergleichsweise talentfreien, zehnjährigen Nachwuchskicker und späteren Herrn Wieland, lichtete eben dieser Fotograf einen Tag später auf der Bezirkssportanlage Wedau II des DJK Adler Duisburg ab.

    

Anlässlich der Vorstellung seines Buchs "Vom Straßenfußballer zum Nationalspieler" gab Ennatz Dietz dem "Radio Zebra", teil des Duisburger Bürgerfunks, am 26.05.06 ein ausführliches Interview. Der entsprechende Podcast kann HIER abgerufen werden.

Für DIE ZEIT stellte Dietz seine Traummannschaft zusammen. Typisch Dietz: Die "besten Spieler - sportlich und charakterlich". Das ganze gibts HIER nachzulesen.

Samstag, 24. Februar 2007

"Mit der Startnummer 1 - Norbert Nigbur"

Mit diesen Worten stolperte Werner Hansch als Aushilfs-Stadionsprecher des FC Schalke 04 heute vor 34 Jahren in den Fußballsport. Später wurde er ein Held meiner Samstage vor dem Radio. Das mit dem Fernsehen hätte er besser sein gelassen.

Am 24. Februar 1973 war Werner Hansch eigentlich noch Bahnsprecher auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen. Zum Aushilfs-Stadionsprecher wurde er, weil es auf eben dieser Trabrennbahn an diesem besagten Tag brannte, und ausgerechnet der eigentliche Sprecher in der Schalker Glückauf-Kampfbahn als Rennbahninspektor unabkömmlich war.

Hansch blieb auf Schalke und der WDR wurde auf seine markante Stimme und auf seine lockere Art aufmerksam. Am 04. November 1978 debütierte er am Hörfunkmikrofon. Wie gemacht fürs Radio, blieb er dem Hörfunk vierzehn Jahre lang treu.

In dieser Zeit gab’s keine Decoder, die auf Wunsch welches Spiel auch immer live ins Fernsehen transportierten. Das Radio war nach dem Stadionbesuch das Nächstbeste, und ich hing jeden Samstag mit einem großen Zettel, auf dem neben den Begegnungen auch die Tototips der gesamten Familie notiert waren, vor dem Radio. Jedes Tor wurde notiert, eine Livetabelle hatte ich damals auch schon - ganz ohne PC oder Videotext, mit Bleistift und Radiergummi.
Hansch fiel auf, bei den samstäglichen Radioübertragungen. Die Spiele, die er kommentierte, waren lebendiger, bunter, ich war bei ihm noch etwas näher dran als bei seinen Kollegen.

Als Hansch ins Fernsehen wechselte, war ich ähnlich enttäuscht wie heute vom Wechsel Günter Kochs zu Arena; und blieb es bis heute. Bei den zusammengeschnittenen Spielsequenzen wirkt seine Spontaneität nicht, die kleinen Witzeleien und lockeren Sprüche kommen aufgesetzt daher. Ab und zu erliegt er der Versuchung, wenig tolle Szenen durch besonders farbiges Kommentieren aufzuhübschen. Recht früh kam mir die Erleuchtung, dass er das wohl auch bei Radioübertragungen so gehalten haben mag. In einem Interview zitierte Hansch mal Nietzsche mit dem Satz: "Der Inhalt ist nicht das Wichtigste, sondern die Art und Weise, wie etwas gesagt wird". Ich denke, dass umschreibt seine Arbeitsweise vor dem Mikrofon sehr gut. Ich kann diesen Satz für mich aber nicht unterschreiben.

Dennoch: Die tollen Momente, die er mir durch das Radio jahrelang Samstag für Samstag bescherte, lassen mich Werner Hansch heute in meine Helden-Kategorie aufnehmen.

Samstag, 17. Februar 2007

Karl Wald

... wurde am 17. Februar 1916 in Frankfurt am Main geboren. Er wird somit just heute 91 Jahre alt.

Ihn in die Kategorie Helden aufzunehmen ist ein Stück weit Ansichtssache. Der gemeine Engländer an sich wäre sicherlich anderer Ansicht. Karl Wald ist der Erfinder des Elfmeterschiessens!

Karl Wald war Schiedsrichter (bzw. ist Schiedsrichter a. D., der Mann lebt nach wie vor und ich wünsche ihm hiermit alles Gute und sag' mal Danke!) dem es gehörig gegen den Strich ging, dass zu seiner Zeit in Entscheidungsspielen bei unentschiedenem Ausgang nach Verlängerung die Entscheidung durch einen Münzwurf herbeigeführt wurde.
Mitte der 60er Jahre kam er auf die Idee des Elfmeterschiessens!

Ohne den Verband darüber zu informieren, d.h. ohne es zu dürfen veranstaltete er bei kleineren Tunieren die ersten Elfmerterschiessen. Diese zogen die Zuschauer auch damals direkt in ihren Bann, wie sie es auch heute mit uns noch regelmässig tun. Ob dieses Erfolgs warb Wald fortan für seine Idee, und stoß, wen wunderts, beim DFB, schon immer vatikanähnlich reaktionär, auf heftigen Wiederstand.

Am 30. Mai 1970 ergriff Wald auf der Schiedrichter Verbandstagung des Bayrischen Fußballverbands gegenüber dem Vorsizenden (und gleichzeitig DFB-Vize) Hans Huber das Wort und erklärte seine Idee. Nach Walds überzeugender Rede wurde die Sitzung unterbrochen. Nach 30 Minuten Diskussion der Verantwortlichen wurde das Elfmeterschiessen als Spielentscheidung im Bayrischen Landesverband eingeführt!

Dieser Regelung schlossen sich dann mit einiger Verzögerung der DFB, die UEFA und 1976 letztendlich auch die FIFA an.

Wenn sich demnächst also mal wieder eine deutsche gegen eine englische Mannschaft im Elfmeterschiessen durchsetzt, sollten wir während des Jubels einen Augenblick an Karl Wald denken. Münzenwerfen könnten die Engländer sicherlich zumindest durchschnittlich gut.

(via karl-wald.de)

Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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