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Ich bin nicht unzufrieden, aber auch nicht zufrieden - denn ich bin nie zufrieden.
Fred Rutten

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Nah am Mann sein

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Die Anderen

Dienstag, 29. Juli 2008

Das Problem des Herrn B. aus H.

Es ist schon ein Dilemma, in dem der HSV da steckt. Da gönnt man sich einen Top-Trainer, bietet diesem aber kaum Möglichkeiten zur Kadergestaltung, weil das Geld fehlt. Da hat der Verein einen Top-Mittelfeldspieler, kann sich aber eigentlich nicht erlauben ihn eine weitere komplette Saison zu behalten, weil er ansonsten im kommenden Sommer für die (in diesem Fall) symbolische Summe von 1,5 Millionen Euro den Verein verlassen wird.

Wieviel ist ein Jahr Van der Vaart wert? Tatsächlich 13 Millionen, wie der HSV angeblich fordert? 7 Millionen, wie Real Madrid angeblich bot? Falls der HSV die geforderte Summe nicht bekommt wird Van der Vaarts Wiederverkaufswert mit jedem Bundesligaspieltag schrumpfen. Kein Grund für Hochmut, wie er einem aus einem FAZ-Text entgegenspringt.

Beiersdorfer wird sich vermutlich bereits nach Alternativen zu seinem Star umgeschaut haben, alles andere wäre fahrlässig. Mit jedem Tag rückt die Saison näher, würde ein Spielerwechsel noch störender auf die bevorstehende Spielzeit wirken. Sollte Beiersdorfer Van der Vaart nicht verkaufen braucht es schon den maximalen Erfolg, muss er darauf hoffen, dass der Niederländer seinen HSV in die Champions League schießt. Ansonsten bleibt in der nächsten Saison nur noch der Top-Trainer übrig. Mit ähnlichen Möglichkeiten zur Kadergestaltung. Und ohne Top-Mittelfeldspieler.

Sonntag, 20. Juli 2008

Wie heißt eigentlich der Manager von 1899 Hoffenheim?

Jan Schindelmeiser. Ich schreibe es hier hin, für alle die das auch noch nicht wussten. Bislang habe ich ja immer weggeschaut. Aber Hoffenheim kommt auf uns zu, ob wir das wollen oder nicht.

Fußball existiert zweimal. Zum einen gibt es den Fußball der Protagonisten, den Fußball derjenigen, die damit ihr Geld verdienen, die das kreieren, was es später zu sehen, zu diskutieren und auch zu lesen gibt.
Und dann gibt es den Fußball der Konsumenten. Das sind die, die den Scheiß kaufen für die der Fußball wirbt. Die all das lesen, anschauen, hören. Auch die, die sich nicht gerne Konsumenten nennen lassen, für die ein Sieg des eigenen Clubs noch ein persönlicher Sieg ist, und die glauben, daran teilhaben zu können.

Für die ersten ist 1899 Hoffenheim ein ‚interessantes Projekt’. Ohne jegliche Vorleistung wird ein Dorfklub derart üppig mit finanziellen Mitteln ausgestattet, dass auf der viel zitierten grünen Wiese ein neues Fußballunternehmen entsteht, dessen Mannschaft in Zukunft regelmäßig unter den ersten 5 der Fußballbundesliga zu finden sein wird. Nichts Anrüchiges gibt es dabei zu beklagen. Mäzenentum ist in Deutschland allgegenwärtig, ohne mehr oder weniger selbstlose Geldgeber könnten tausende Sportvereine in den Niederungen deutscher Ligen nicht existieren. Für die Protagonisten bedeutet 1899 Hoffenheim Arbeitsplätze, Geschichten, frisches Geld in der Liga. Eben eine neue, auf Hochglanz polierte und profitable Filiale des Unternehmens Bundesliga.

Für die zweiten ist 1899 Hoffenheim Betrug an der Idee von Sportlichkeit. Schon immer hat man sich über die finanziellen Übermacht des FC Bayern geärgert, aber jeder musste einsehen, dass der Erfolg der Bayern auf ständigen sportlichen Erfolg fußt. Schalke 04 erhielt seinen recht üppigen Sponsorenvertrag nicht für Noppes, sondern weil es einer der Clubs – vielleicht der Club – mit der höchsten Kundenbindung ist. Ein Verein, der es trotz aller Abstürze, Skandale und Misserfolge regelmäßig schafft, sein Stadion zu 99,9% zu füllen.

Fast jeder Fan litt schon mal darunter, dass sein Club einen guten Spieler verhökern musste, weil es die finanzielle Situation bedingte. Man wünscht sich siegreiche UI-Cup-Spiele gegen Hapoel Bnei Sakhnin oder Chernomorets Burgas um sich für den UEFA-Cup zu qualifizieren, in dem das vermeintlich große Geld lockt. In der Hoffnung, dass dieses dann wieder in die Mannschaft investiert wird.

Um das alles, um den Wunsch nach Wachstum, um das Bangen, dass der wichtigste Spieler nicht die Bayern-Bank vorziehen möge, braucht man sich in Hoffenheim nicht zu scheren. Die Tatsache, dass Hoffenheim alles kriegt was es braucht, ohne je gebangt, ohne gelitten zu haben, ist das, was den Fußballfan an Hoffenheim ärgert.

Es mag objektiv gesehen alles sauber, alles ok sein, was da auf der grünen Wiese entsteht. Aber scheiße ist’s trotzdem.

Freitag, 13. Juni 2008

Aktion „Festgeldkonto statt Kreditabteilung“: Aufschwung mit alternativer Mathematik

Schalke könnte Schuldenfreiheit ausrufen. Herr Schnusenberg weiß das noch nicht, er kümmerte sich in der letzten Saison zu sehr um sportliche Dinge. Er sollte es sich von Hans-Joachim Watzke und Thomas Hennecke erklären lassen. Das würde an den Konten zwar nichts ändern, aber an der Sicht der Dinge. Und es würde eine positive Schlagzeile ergeben. Schadet ja nie, so was.

Das dachten sich wohl auch Watzke und Hennecke und haben ihre alternative Mathematik gestern am Beispiel Borussia Dortmunds klargemacht. Thomas Hennecke, Journalist, berichtete bei kicker.de darüber, dass die Borussia Dortmund GmbH & Co. KgaA, deren Geschäftführer Hans-Joachim Watzke ist, in einer Ad hoc-Mitteilung verkündet hätte, dass am 30. Juni 2008 noch 69,1 Millionen Euro zur Stadionfinanzierung ausstehen würden.

Außerdem, so ist zu lesen, erhielt die GmbH & Co. KgaA eine Kreditzusage über 20 Millionen Euro von einer Immobilienbank. Damit, und mit den 50 Millionen Euro, die die Borussia für den Verkauf der Vermarktungsrechte für die nächsten 12 Jahre an die Agentur Sportfive kassiert, tilgt Herr Watzke nun den bisherigen Kredit seiner Firma bei der US-Investmentbank Morgan Stanley.

69,1 Mio. fürs Stadion, plus 20 Mio. bei der Immobilienbank, plus die Selbstanleihe an elf Zwölftel des Geldes für die Vermarktung (45,8 Mio.), die Borussia in den nächsten 11 Jahren fehlen, ergibt bei Hennecke und Watzke: Schuldenfreiheit!

Würde Herr Schnusenberg deren Mathematik verstehen, Andreas Müller hätte längst auch Riise, Rat, Huntelaar, Engelaar, Mutu und Arshavin verpflichtet ...

Montag, 19. Mai 2008

Dumm gelaufen

„Ich muss aufpassen, dass ich, wenn ich die Arbeit von Doll beschreibe, nicht ins Schwärmen komme. Wenn Du einen Trainer malen könntest, würde das sehr ähnlich werden.
Er trainiert sehr hart, aber sehr abwechslungsreich und sehr stark individualisiert. Er und sein Trainerteam, das ganz wichtig für ihn ist, machen auch vieles, was man gar nicht sieht. Die setzen sich jeden Abend noch stundenlang zusammen und beraten, ob derjenige noch fünf Prozent mehr oder fünf Prozent weniger Belastung braucht. Du merkst einfach: Da ist sehr viel Akribie, aber auch sehr viel wissenschaftliche Fundierung.“
... sagte Hans-Joachim Watzke, vor 285 Tage. Heute traf er sich mit Thomas Doll und wollte, da bin ich mir sicher, als Geste des Vertrauens dessen Vertrag verlängern. Aber Doll wollte partout zurücktreten.

Da kannze nix machen.

Sonntag, 11. Mai 2008

Planspiel mit trüber Aussicht

Aufgestiegen ist er, der Effzeh. Zum vierten Mal in neuen Jahren. Ob sich ein Fan da noch wirklich drüber freuen kann, oder ob es ihm wohl so geht wie einem Bayern-Fan nach einer Meisterschaft?

Samstag, 10. Mai 2008

Herzlichen Glückwunsch, Hannover 96!

Niemand auf Schalke, der nach einer Viertelstunde nicht gewusst hätte, dass Hannover 96 abgeschlachtet werden würde. Wer es nicht in den UI-Cup schafft, muss sich seine Boni anders erarbeiten. Nun hat Hannover hervorragende Chancen auf 750.000 Euro. Kein schlechte Prämie für einen 46 Punkte-Club.

Freitag, 9. Mai 2008

Nachgetreten

Tim Wiese hielt Mittwoch in der 2. Halbzeit mit einigen tollen Paraden den Bremer Sieg fest. Eigentlich aber hätte er zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr gut halten können dürfen, denn eigentlich hätte Wiese bis dahin längst des Feldes verwiesen werden müssen.

Auch wenn Schiedsrichter Wagner generell sehr schlecht pfiff und bei der Kartenvergabe später Bremen eher noch benachteiligte, hatte Herr Wagner doch durchaus seinen Anteil an dem unglücklichen Verlauf des Spiels aus Hamburger Sicht, an einer Niederlage, die den HSV noch in die Gefahr bringt, den eingeplanten UEFA-Cup-Platz zu verpassen.

Allzu sehr sollte sich der HSV über Herrn Wagner allerdings nicht beschweren, und vielleicht ist es das, was so viele Leute meinen, die einem in solchen Fällen mit der vielzitierten ausgleichenden Gerechtigkeit kommen. Schließlich war es Schiedsrichter Wagner, der mit einer krassen Fehlentscheidung zu Gunsten des HSV in der letzten Saison zum Aufschwung in Hamburg beitrug.
Als er am 21. Spieltag auf Mahdavikias an Eindeutigkeit kaum zu überbietenden Schwalbe hereinfiel, stand der HSV auf dem letzten Platz. Der HSV gewann, Wagner hatte nicht den Mut seinen Fehler einzugestehen, schützte Mahdavikia somit vor einer Bestrafung, und am Ende der Saison konnte Hamburg mit Platz 7 mehr als zufrieden sein (siehe hier, hier und hier).

Dienstag, 6. Mai 2008

1848, 1899, plusminus 50 Jahre

Als die Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e.V. vor nicht allzu langer Zeit verlauten ließ, dass sie zukünftig wert auf die Jahreszahl 1899 im Namen legen möchte, wurde einiges an Häme über den Club ausgeschüttet. Vorgegaukelte Tradition sei dies, da im Jahr 1899 im Verein nur geturnt worden sei.

Im Jahr 1848 gab es noch keine Fußballvereine. 1848 wurde auch in Bochum nur geturnt. Und doch vermarktet der Verein diese Jahreszahl offensiv, zeichnen im Fußballstadion zu Bochum die weißen zwischen den blauen Sitzen die 1848, und das Internet-TV des Vereins, in dem nur Fußball zu sehen ist, nennt sich VfL 1848 TV.

Wieso juckt das in diesem Fall eigentlich niemanden?

Montag, 5. Mai 2008

Tasmania bleibt das Maß aller Erfolglosigkeit

… auch in der Unterkategorie ‚Erfolgloseste Heimmannschaft der Bundesligageschichte’.

Der MSV Duisburg war drauf und dran mit der Tasmania gleichzuziehen, hatte bis vor dem gestrigen Spiel lediglich zwei Siege und drei Unentschieden aufzuweisen, eben wie Tasmania 1900 Berlin anno 1966. Mit dem Sieg gegen Leverkusen ‚überflügelte’ Meiderich aber nicht nur die Tasmania, sondern auch noch die 1991er Mannschaft von Hertha BSC (1 Sieg, 7 Unentschieden) und die 1976er Mannschaft des Wuppertaler SV (2 Siege, 5 Unentschieden).

Die Mannschaften von Tasmania, Hertha und dem WSV hatten allerdings alle gemeinsam, dass sie gleichzeitig auch die jeweils schlechteste Auswärtsmannschaft der Saison, und somit völlig chancenlos waren. Derart erfolglos zu Hause und so relativ erfolgreich auswärts wie der MSV, das ist schon schräg.

Ähem?!

Möglicherweise ist es ja aus dem Kontext gerissen, das sind unverständliche Zitate ja eigentlich stets, behaupten die Unverstandenen. Jedenfalls lässt der folgende Satz Ottmar Hitzfelds dem gemeinen Leser und Fußballinteressierten ein mittelgroßes Fragezeichen über dem Kopf aufleuchten:
„Es ist etwas Besonderes, wenn man nicht damit rechnet, deutscher Meister zu werden.“

Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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