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Ich bin nicht unzufrieden, aber auch nicht zufrieden - denn ich bin nie zufrieden.
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Zahlengekasper

Donnerstag, 5. Juni 2008

Der EM Klugscheißer-Service

oder was man schon immer nicht unbedingt wissen musste
René Adler, Hugo Almeida, Hamit Altintop, Ioannis Amanatidis, Tranquillo Barnetta, Diego Benaglio, Jakub Blaszczykowski, Jaromir Blazek, Tim Borowski, Angelos Charisteas, Robert Enke, Martin Fenin, Alexander Frei, Arne Friedrich, Torsten Frings, Clemens Fritz, Tomás Galásek, Theofanis Gekas, Mario Gomez, Martin Harnik, Thomas Hitzlsperger, Marcell Jansen, David Jarolim, Nigel de Jong, Ivan Klasnic, Miroslav Klose, Jan Koller, Robert Kovac, Jacek Krzynowek, Kevin Kuranyi, Sotirios Kyrgiakos, Philipp Lahm, Ludovic Magnin, Ciprian Marica, Joris Mathijsen, Fernando Meira, Per Mertesacker, Oliver Neuville, Ivica Olic, Ramazan Özcan, Mladen Petric, Lukas Podolski, Sebastian Prödl, Ivan Rakitic, Franck Ribery, Simon Rolfes, Markus Rosenberg, Ivan Saenko, Willy Sagnol, Bastian Schweinsteiger, Josip Simunic, Rudolf Skacel, Christoph Spycher, Luca Toni, Piotr Trochowski, Rafael van der Vaart und Heiko Westermann.
57 der 368 gemeldeten EM-Spieler verdienen ihr Geld in Deutschland. Damit stellt Deutschland die größte Gruppe Profis, gefolgt von England (46), Spanien (42) und Italien (38). Da England selbst nicht dabei ist, handelt es sich bei allen 46 Spielern um Legionäre. Hierbei steht Deutschland gleich an zweiter Stelle, denn 38 der 57 EM-Spieler spielen eben nicht für Deutschland. Aus Spanien kommen 24 und aus Italien 18 Spieler, die bei der EM für andere, ihre Heimatländer antreten. Die größten Gruppen der in Deutschland spielenden Legionäre stellen dabei die Tschechen und Kroaten (je 6), gefolgt von den Schweizern (5).

Der FC Bayern München und Olympique Lyon sind die Clubs mit den meisten Profis bei der EM. Beide Vereine stellen je 10 Spieler. Auf Rang 3 folgt mit 9 Abstellungen Panathinaikos Athen. Je 8 Spieler stellen der FC Arsenal, Chelsea London, Galatasaray Istanbul und Werder Bremen. Erst danach kommen die großen Clubs aus Barcelona und Madrid, mit je 7 Profis.
Insgesamt gibt es 62 Vereine, die nur einen Profi zur EM schicken. Neben solch exotischen Clubs wie Inverness Caledonian Thistle, Politehnica Timisoara, Hamarkameratene oder 1899 Hoffenheim trifft das auch für namhafte bzw. ehemals namhafte Clubs wie den PSV Eindhoven, SSC Neapel, West Ham United oder Rosenborg Trondheim zu.

Die durchschnittliche Kaderaufteilung liegt bei 5 Stürmern, 8 Mittelfeld-, 7 Abwehrspielern und 3 Torleuten. Exakt diese Aufteilung hat auch Joachim Löw für seinen Kader gewählt. Die meisten nominellen Abwehrspieler bietet (wen wundert’s) Griechenland auf (9), nur Rumänien tat es ihnen gleich. Rehhagel gleicht dies allerdings mit 6 nominellen Stürmern aus, was ebenfalls keine andere Nation überbietet. Fürs Mittelfeld bleiben da nur noch 5 Plätze, die wenigsten in einem Kader bei dieser EM.

Gestern hatte ja Lucas Podolski Geburtstag, man hörte davon. Während des Turniers werden insgesamt 27 Profis ihre Geburtstage feiern können, darunter auch Miroslav Klose, der nächsten Montag 30 Jahre alt wird.
5 Profis werden am Tag eines Gruppenspiels ihrer Mannschaft Geburtstag haben: Hrvoje Vejic, Kroatien am 8. - Wesley Sneijder, Niederlande am 9. - Mikael Dorsin, Schweden am 10. - Vassilios Torosidis, Griechenland auch am 10. - Florent Malouda, Frankreich am 13. und Martin Stranzl, Österreich am 16., dem Tag des Spiels gegen Deutschland. Je nach sportlichem Verlauf sind noch 4 Geburtstagseinsätze im weiteren Turnier möglich. Der Franzose Samir Nasri wird am 26., dem potenziellen französischen Halbfinal-Tag, 21 Jahre alt. Das Domenech den jungen Arsenal-Spieler deshalb von Beginn an einsetzten würde, wage ich aber zu bezweifeln.

Der jüngste Spieler bei dieser EM ist Eren Derdiyok (Schweiz), geboren am 12.06.1988. Zweitjüngster Spieler ist der knapp 3 Monate ältere Ivan Rakitic. Einen Schalker musste ich ja irgendwie unterbringen ...
Mit Ivica Vastic (Österreich, geb. am 29.09.1969) ist der älteste Spieler des Turniers tatsächlich Stürmer. 7 der 12 ältesten Spieler sind allerdings Torhüter, allen voran Jens Lehmann, der gerade 42 Tage jünger als Vastic ist.

Jan Vennegoor of Hesselink und Stylianos Giannakopoulos teilen sich die Ehre, die Spieler mit den längsten Namen bei diesem Turnier zu sein. Jan Koller ist mit seinen 2,02 Metern der körperlich längste Spieler, mit seinen angeblichen 100 kg geht er zudem auch als der schwerste Spieler durch. Gökdeniz Karadeniz (Türkei) und Florentin Petre (Rumänien) sind mit ihren 1,67 Metern noch 3 cm kleiner als Philipp Lahm oder Franck Ribéry und sollten die kleinsten Spieler sein. Mit gerade mal 60 kg steht Dmitriy Torbinskiy (Russland) als der leichteste Spieler in der Statistik.

Der durchschnittliche EM-Spieler ist 27 Jahre alt, 1,83 Meter groß und 77 kg schwer. Sein Body-Mass-Index liegt damit bei 23. Aber das Thema BMI ist mir traditionell unsympathisch, also höre ich an dieser Stelle lieber auf ...


[Datenquelle: fussballdaten.de]

Donnerstag, 29. Mai 2008

Foul ist, wenn der Schiri pfeift

„Hier wird härter gespielt, die Schiedsrichter lassen viel laufen.“
... sagt Vicente Sanchez in der Revier Sport. Nun vergleicht Sanchez die Bundesliga mit der mexikanischen Liga, in der er zuvor spielte, und diese mag für die Großkopferten hierzulande kein Maßstab sein. Dennoch ist einem dieser Satz völlig fremd, meint doch hier jeder, dass in der Bundesliga viel zu kleinlich gepfiffen werde, und dass woanders, zumindest aber international ein anderes Maß gelten würde.

Im November hatte ich bereits einmal die Anzahl der Fouls in Schalke-Spielen in der Bundesliga und der Champions League verglichen, und bin zu dem Resultat gekommen, dass es keinen nenneswerten Unterschied gibt. Diese Statistik habe ich nun nochmal aktualisiert.

In den 34 Bundesligaspielen des FC Schalke 04 wurden im Schnitt 36,5 Fouls gepfiffen, während in den 10 Champions League-Partien im Schnitt 37,2 Fouls gepfiffen wurden.

Es mag in der Champions League anders gespielt und von den Schiedsrichtern auch anders bewertet werden; der Eindruck, dass in der Bundesliga Spiele zerpfiffen werden und dass die Schiedsrichter in der Champions League zurückhaltender pfeifen, entbehrt jeder Grundlage.

Und wenn man dann schon alle 34 Bundesligapartien beisammen hat, gerät man ins Interpretieren. Wenn man die Mittelwerte betrachtet könnte man zu dem Schluß kommen, dass weniger foulen zum Erfolg führt. Bei der Betrachtung der einzelnen Spiele bestätigt sich dies aber nicht. In den insgesamt 18 siegreichen Bundeligaspielen des S04 hat Schalke 10 mal weniger, aber auch 8 mal mehr Fouls begangen, als der jeweilige Gegner.

Nein, die Unterschiede sind zu gering. In allen 34 Spielen zusammen hat Schalke 596 Fouls begangen und musste 646 Fouls hinnehmen. 50 Fouls Unterschied, 1,47 pro Spiel, das ist zu wenig um eine Schlußfolgerung zu ziehen.

Tatsache ist jedoch, dass Schalker Spieler von keiner Mannschaft so oft gefoult wurden wie von Borussia Dortmund. Angesichts der Ergebnisse von 4:1 und 3:2 für Schalke kann man immerhin den Borussen zurufen, dass sich foulen nicht lohnt.


[Die Fouls pro Spiel gibt’s hier]

Montag, 28. April 2008

Home, Castle usw.

Wer Samstag das Spiel des FC Schalke 04 in Hamburg am TV verfolgte, hörte hauptsächlich Fangesänge des Schalker Anhangs, obwohl das Stadion ausverkauft, genügend Hamburger zugegen waren. Gut, Schalke führte früh und Schalke-Fans sind natürlich toll, aber nein, auf so was will ich hier und jetzt nicht abheben. Vielmehr geschieht es immer öfter, dass sich Auswärtsfans mit ihrem Gesang durchsetzten, und zwar überall, auch auf Schalke boten beispielsweise die mitgereisten Fans des FC Hansa Rostock der Nordkurve über 90 Minuten beachtlich kontinuierlich die Stirn.

Unter Fans auf Schalke ist die Stimmung ständig ein Thema. Und wenn sie den einen oder anderen nicht zufrieden stellt, ist gerne von Modefans die Rede, die ins Stadion kämen weil es in sei, sie das Spiel und dessen Rahmenprogramm nur konsumieren wollten. Gerne wird dann von den alten Zeiten geschwärmt, als der Fußball noch echter, weniger kommerzialisiert war, und sehr häufig folgt spätestens an dieser Stelle eine Pro/Contra-Ultras-Diskussion.

Wenn nun aber der ‚Support’ fehlt, wenn die in einem Block konzentriert zusammenstehenden Auswärtsfans den Heimfans immer öfter Paroli bieten können, und wenn die Anfeuerung so wichtig ist, wenn die Mannschaft doch in den kritischen Phasen des Spiels die Unterstützung so sehr braucht: Dann müsste doch mit der schwindenden akustischen Überlegenheit des Heimpublikums auch der Heimvorteil schwinden!?

Oder was ist der Heimvorteil sonst? Jeder Platz ist üblicherweise 105 Meter lang und zwischen 68 und 70 Meter breit. Laufbahnen gibt’s kaum noch, überhaupt sind die Arenen untereinander mehr und mehr austauschbar geworden. Woran liegt es also, dass Heimmannschaften im Schnitt 0,64 Punkte mehr erzielen als Auswärtsmannschaften?

Seit Einführung der 3-Punkte-Zählweise in der Saison 1995/1996 hat sich am Vorteil für die Heimmannschaften nichts wesentliches verändert. In den seit dem 3940 gespielten Begegnungen entführten die Auswärtsmannschaften 4133 Punkte, die Heimteams gewannen aber 6653 Punkte. Auch ist keine Veränderung im Trend festzustellen. Zwar wurde der Unterschied über die letzten 3 Jahre stetig geringer, das ganze bleibt aber in dem Rahmen, den schon die erste betrachtete Saison 95/96 vorgegeben hat.

Meckern also alle zuviel, machen die Heimfans ihren Job so gut wie eh und je? Oder – pessimistischer – war es schon immer so scheiße? Oder ist die Stimmung im Stadion gar völlig unerheblich, würden die Heimmannschaften auch bei Totenstille noch mehr Punkte holen als ihre Gegner? Liegt es tatsächlich am durch Revierverhalten vermehrt ausgestoßenem Testosteron?

Ich weiß es nicht.

Dienstag, 15. April 2008

Eintracht Frankfurt hat das schwerste Restprogramm

Noch sechs Spieltage bis Saisonende. Mike Büskens und Youri Mulder starten als Schalke-Trainer gegen Energie Cottbus. Es ist schon eine Ironie des Schicksals, dass der Auslöser zur Entlassung Mirko Slomkas ausgerechnet ein Spiel war, in dem Schalke in der Offensive durchaus gefällig spielte. Aber lassen wir das, schauen wir nach vorne, schauen wir aufs Restprogramm.

Die Aufgaben der verschiedenen Mannschaften zu beurteilen ist sicher Gefühlssache. Fans ahnen welche Clubs ihrem Team liegen, glauben zu wissen gegen wen sich ihre Mannschaft schwer tun wird. Als Zahlenfetischist kam man sich mit solchen Gefühlsduseleien natürlich nicht zufrieden geben, versucht man, aller Vernunft zum Trotz, die Unterschiede greifbar zu machen, die Schwierigkeiten darzustellen. So auch ich.

Die folgenden Tabellen geben an welche Durchschnittspunktzahl ein jeder Gegner in der Rückrunde in der jeweiligen Situation (Heim- oder Auswärtsspiel) erreicht hat. Um es am Beispiel Schalke festzumachen: Cottbus hat in der Rückrunde in 5 Auswärtsspielen 5 Punkte gewonnen, macht einen Schnitt von 1,0. Der HSV hat in der Rückrunde in 6 Heimspielen 11 Punkte geholt, macht einen Schnitt von 1,83 usw..

Wenn man diese Werte addiert bekommt man eine zumindest für heute gültige Ranking, wie schwer es die jeweiligen Teams in der restlichen Saison noch haben werden; wobei nur Wolfsburg und Nürnberg aus dem Rahmen fallen und in der Addition einen falschen Wert aufweisen, wegen ihres fälligen Nachholspiels.

Und während das Gros der Teams doch recht nah beieinander liegt, fällt doch der Wert der Frankfurter Eintracht aus der Reihe. Nur Frankfurt und Wolfsburg spielen noch gegen je 3 Clubs, deren Durchschnittspunktzahl in der jeweiligen Situation größer oder gleich 2 beträgt.

Für Schalke sollte demnach das Heimspiel gegen Hannover die leichteste Begegnung darstellen, nicht etwas das heutige Spiel gegen Cottbus. Das schwerste Spiel ist das Auswärtsspiel in Hamburg, was allerdings wirklich keine Überraschung darstellt.

Was Schalke daraus macht wird man sehen. Jetzt geht’s ans abarbeiten der Liste. Heute geht’s los. Ich bin gespannt.


Dienstag, 11. März 2008

Dortmund steht vor dem Abgrund und der Rest ist richtig schlecht

Nach 23 Spieltagen beginnt direkt hinter Borussia Dortmund der Abstiegskampf. Zugegebenermaßen ein Stück weit hinter Dortmund, denn Borussia hat als Tabellendreizehnter bereits 6 Punkte mehr als Hansa Rostock als Vierzehnter. Aktuell besteht also eine gehörige Lücke zwischen den 5 schlechtesten Vereinen und dem Rest der Liga. Das ist durchaus selten.

Die Lücke klafft von beiden Seiten: Der 1. FC Nürnberg ist mit seinen 18 Punkten der schwächste Tabellensechzehnte nach 23 Spielen der letzten 13 Jahre, Bielefelds 19 Punkte für Rang 17 und Rostocks 23 Punkte für Rang 16 wurden in dieser Zeit auch noch nie unterboten. Auf der anderen Seite hätte die Borussia in manchen Jahren mit ihren 29 Punkten auf Rang 9 gestanden.

Wenn man sich die Tabellen der letzten 13 Jahre nach dem 23. Spieltag anschaut, fallen Parallelen zwischen der aktuellen Spielzeit und der Saison 2004/2005 ins Auge. In keiner anderen Saison war das Tabellenmittelfeld den Mannschaften am Tabellenende mit 6 Punkten enteilt. In allen anderen Jahren hatte der 16. zu diesem Zeitpunkt bereits mindestens 20 Punkte. Nur in diesen beiden Jahren war das Mittelfeld so ausgeglichen, dass eine Mannschaft mit 29 bzw. 31 Punkten nur auf Platz 13 bzw. 12 rangierte.

2005 war es der VfL Bochum, der mit 19 Punkten Platz 16 belegte. Freiburg und Rostock standen mit 16 und 14 Punkten auf den weiteren Abstiegsplätzen. Diese drei Mannschaften stiegen am Saisonende auch ab, wobei Bochum auch in der Abschlusstabelle 16. blieb und auf 35 Punkte kam.

Die Mannschaft auf Platz 12, hinter der am 23. Spieltag in der Saison 2004/2005 der Abstiegskampf begann, war übrigens Borussia Dortmund.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Nicht die Größe ist entscheidend ...

Aschermittwoch. Beginn der Fastenzeit. Passender als mit dem Thema Österreich könnte die Länderspielsaison gar nicht beginnen.
Also geht es dieser Tage nicht nur um Löws Mannschaft oder um die Nachbarn, sondern auch um die EM bei eben diesen und um den Fußball Österreichs. So auch im Tagesspiegel, dem Martin Hiden ein Interview gab.
„Österreich ist ein kleines Land. Wir gehören nicht zu den Top-Nationen im Fußball.“
... sagt er dort. Beide Sätze sind völlig korrekt. Der Zusammenhang ist Mumpitz. Denn mit welchem Rumpelfußball hat uns die Auswahl des großen DFB schon gequält! Russland müsste übermächtig sein, und die Niederlande hätten nie Meister wie Cruyff oder Bergkamp hervor bringen können.

Hier der aktuelle Größenvergleich der Teilnehmerländer der EM 2008.




[Datenquellen: Encyclopedia Britannica, Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation]

Donnerstag, 3. Januar 2008

Die Champions League Formel: Der 2 Punkte Schnitt

Schalke hat am Anfang der Saison die Qualifikation zur Champions League, also mindestens Platz 3 als Ziel ausgegeben. Dabei soll es bleiben, trotz der bislang nur erreichten 29 Punkte in der Hinrunde. 68 Punkte bräuchte es dazu, einen Schnitt von 2 Punkten pro Spieltag, sagte zuletzt auch Mirko Slomka. Verkehrt ist das nicht. Und für Schalke ist es ein sehr ambitioniertes Ziel.

Die ominösen 68 Punkte ergeben sich aus der Tatsachen, dass es bislang nie mehr Punkte für Platz 3 brauchte. Anders formuliert: Eine Mannschaft mit 68 Punkten hat seit Einführung der 3-Punkte-Regel immer mindestens Platz 3 belegt.
In 10 von 12 Jahren reichten allerdings auch weniger Punkte zu Platz 3. Durchschnittlich reichten 61,4 Punkte, und 1998 wurde Leverkusen sogar mit nur 55 Punkten Dritter.

Außerdem, so könnte man anführen, braucht man für Platz 3 eigentlich nur besser zu sein als Platz 4. Die höchste Punktzahl einer Mannschaft auf Platz 4 waren 64. Die Durchschnittliche Punktzahl auf Rang 4 ist 57,8. Aber das mag sich bedingen.
68 Punkte haben für Platz 3 bislang immer gereicht, dagegen lässt sich nicht anstinken. Also bleiben wir bei diesem Ziel; ebenso wie Mirko Slomka.

Demnach benötigt Schalke eine 39-Punkte Rückrunde. Nichts, was es nicht schon gegeben hätte. Genau 9 mal in den bislang 25 Saisonhälften, seit Einführung der 3-Punkte-Regel. In 6 der 9 Fälle hatten die Mannschaften, denen das gelang, über die gesamte Spielzeit allerdings einiges mehr zu bieten. 7 der 9 Mannschaften wurden am Ende der Saison Deutscher Meister, und im Durchschnitt erreichten die 9 Mannschaften in ihrer schwächeren Saisonhälfte noch 32,7 Punkte.

Am besten Vergleichbar ist die Schalker Situation noch mit der von Leverkusen (Saison 01/02) und denen der Meistermannschaften von Kaiserslautern (97/98) und Dortmund (95/96). Diese erreichten in ihrer schwächeren Saisonhälften 30 (Leverkusen), 29 (Kaiserslautern) und sogar nur 28 Punkte (Dortmund). Allerdings war allen gemein, dass sie ihre starke Phase in der Hinrunde hatten und sich mit ihren weniger starken Leistungen durch die zweite Saisonhälfte retteten.

Dass eine Mannschaft in der Hinrunde weniger als 34 Punkte holte und dann in der Rückrunde mindestens 39 Punkte erreichte, gab es noch nie. Wie gesagt, ein ambitioniertes Ziel.



Die jeweils punktbesten Vereine einer Saisonhälfte seit Einführung der 3-Punkte-Regel


[Datenquellen: weltfussball.de, kicker.de]

Freitag, 23. November 2007

Lord Helmchens Seitenwechsel

„Herbert, Herbert! Ändere das. Sonst merkt das noch jemand und ich kriege wieder doofe Fragen gestellt.“
So etwas ungefähr könnte Volker Roth nach dem 8. Spieltag zu Herbert Fandel gesagt haben. In sechs von sieben Bundesligaeinsätzen hatte der Herr Konzertpianist mehr Fouls gegen die Auswärtsmannschaft als gegen die Heimmannschaft gepfiffen.

Selbstverständlich waren die Auswärtsteams die jeweils ungestümeren Mannschaften. Wenn das jemand beurteilen kann, dann ja wohl der Herr Fandel. Aber Schiedsrichter die auffallen sind schlechte Schiedsrichter, also galt es was zu ändern.

In seinen folgenden 5 Bundesligaeinsätzen pfiff Herr Fandel jeweils mehr Fouls gegen die Heimmannschaft. Im Schnitt stimmt es nun wieder.



[Datenquellen: kicker.de, dpa.infocom]

Donnerstag, 22. November 2007

Die Schmach von Frankfurt

Als solche hätte das freiwillige 0:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Wales in die Geschichte eingehen können. Wird es aber nicht, weil es niemanden gibt, der sich beschweren könnte. Schließlich haben die Niederländer selbst bescheißen wollen. Vielleicht ist es ein Akt der endgültigen Emanzipation, dass das bislang so bewußt korrekte Deutschland begonnen hat, zurück zu bescheißen.

England hatte Pech, dass Kroatien schon am letzten Spieltag freiwillig in Moldawien verloren hatte. So durfte Kroatien gestern ruhig gewinnen. Clevere Teams verlieren eben zeitig die richtigen Spiele, damit zum Schluß nichts mehr anbrennt.

Deutschland ist also in Topf 3 gelandet, wenn stimmt was der kicker errechnet hat, der schneller war als ich und dem ich einfach mal glaube. Mit deutschem Losglück könnte es zu einer Gruppe mit Österreich, Schweden und Polen kommen. Das Worst-Case-Scenario beweist allerdings, dass alles Fudeln umsonst gewesen sein könnte: Eine Gruppe mit den Niederlanden, Italien, Frankreich und Deutschland würde wohl gleich in der allerersten Agenturmeldung als Todesgruppe benannt werden. Ma’kucken, am 02.12. erfolgt die Auslosung.

Donnerstag, 15. November 2007

33 Fouls pro Schalke-Spiel

Nachdem ich mich über das zerfahrene Spiel der Schalker gegen Hamburg aufgeregt hatte, habe ich behauptet, dass sich Schalker Spieler in der Champions League weniger schnell fallen lassen würden. Auch hatte ich bislang immer den Eindruck, das CL-Spiele ruhiger, besser, weniger kleinlich gepfiffen werden würden.

Für das Fallenlassen kann man keinen Vernünftigen Beleg erbringen. Was die ruhiger gepfiffenen Spiele angeht dachte ich mir, man würde sicherlich einen Unterschied in der Anzahl der gepfiffenen Fouls in der Bundesliga zur Champions League erkennen.

Pustekuchen. Zumindest was die Schalke-Spiele angeht gibt es da keinen nennenswerten Unterschied. Eher erstaunt es, wie sehr ähnlich die Quoten doch sind!
In den 4 CL-Spielen wurden im Schnitt 15 Fouls von Schalker Spielern an ihre Gegner gepfiffen (BF), in 13 Bundesligaspielen waren es 16,6 Fouls. Bei den gepfiffenen und vom Gegner an Schalkern begangenen Fouls (EF) waren es sowohl in der CL, als auch in der Bundesliga im Schnitt 17 Fouls pro Spiel.

Insgesamt erleben Schalkefans also im Schnitt pro Spiel 33 Foulspielpfiffe, alle 2:43 Minuten einen. Viel, oder? Und dann kommen noch Ecken, Einwürfe und Abstöße dazu. Schalke liegt damit in der Bundesliga übrigens ziemlich im Mittelfeld. Die Spiele des MSV Duisburg werden am häufigsten durch Fouls unterbrochen, im Schnitt bereits alle 2:05 Minuten. Aber das nur nebenbei.

Als Fazit bleibt: Entweder sind die weniger chaotischen CL-Spiele pure Einbildung, oder mein Ansatz, einen statistischen Nachweis zu erbringen, ist absoluter Mumpitz. Aber womit soll man sich sonst schon beschäftigen, während einer Länderspielpause ...


[Datenquellen: uefa.com (CL), wahretabelle.de (BL)]

Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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