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Donnerstag, 17. April 2008

Wenn nach 34 Spieltagen noch 3 x 2 folgen

... dann ist man in den Niederlanden.

Nach 34 Spieltagen ist bei uns die Saison vorbei. Bis Platz 6 spielt man international, je nach Platzierung des Pokalsiegers kann auch Platz 7 noch zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb berechtigen. Recht simpel eigentlich.

In den Niederlanden geht’s da wilder zu.


(klicken vergrößert)


Auch die Eredivisie hat 18 Mannschaften und somit 34 Spieltage. Feierabend und somit Klarheit haben dann aber nur 4 von 18 Clubs: Der Meister darf feiern und ist natürlich für die Champions League qualifiziert. Der Club auf Platz 18 steigt ab und braucht sich nicht weiter quälen. Und die Vereine auf den Rängen 14 und 15 haben sich als zu schwach für Weiteres und zu stark für die zweite Liga – die übrigens Eerste Divisie genannt wird und mittlerweile den Namen einer Brauerei trägt – erwiesen, auch für sie ist Schluss. Für alle anderen geht’s nun noch mal richtig los!

Die Niederlande haben nach dem Champions League-Startplatz für den Meister nur noch einen Qualifikationsplatz zu vergeben. Des weiteren sind noch 2 UEFA-Cup-Plätze und ein Platz für die Intertoto-Runde zu vergeben, zusätzlich bekommt der Pokalsieger einen Platz im UEFA-Cup-Wettbewerb.

Chancen auf die Qualifikation zur Champions League haben die Clubs auf den Platzen 2 bis 5: Der Vizemeister spielt gegen den Fünften, Platz 3 spielt gegen 4. In der nächsten Runde treffen dann jeweils die Sieger und die Verlierer aufeinander. Der Sieger des Siegerduells kriegt die Chance auf die Champions League-Qualifikation. Der Verlierer des Siegerduells und der Sieger des Verliererduells spielen im UEFA-Cup. Der Verlierer des Verliererduells – den merken wir uns jetzt mal. Denn es geht ja noch weiter ...

Parallel spielen die Mannschaften von Platz 16 und 17 mit den 6 besten Clubs der Eerste Divisie um den Verbleib bzw. den Aufstieg in die Eeredivisie und von Clubs dazwischen treffen in den UEFA-Cup-Play-Offs Platz 6 und 9 sowie 7 und 8 aufeinander. Die Mannschaften der Plätze 10 bis 13 merken wir uns auch.
Für die Verlierer der Duelle 6 gegen 9 und 7 gegen 8 ist die Saison beendet. Die Sieger spielen wiederum gegeneinander und ermitteln das Team, das dann gegen den (oben gemerkten) Verlierer der Champions League-Play-Offs den letzten Startplatz im UEFA-Cup ausspielen darf. Der Verlierer bekommt eigentlich den Platz im Intertoto-Cup. Eigentlich ...

Denn wenn sich der Sieger des nationalen Pokalwettbewerbs noch sportlich für einen Champions League-Platz qualifizieren kann, ist ja wohlmöglich noch ein UEFA-Cup-Platz vakant. Und da in diesem Play-Off Modus eben nicht einfach der Nächste drankommen kann, spielen dann auch die (oben gemerkten) Teams der Plätze 10 bis 13 gegeneinander – ohne bei Play-Off beginn zu wissen, ob es für sie etwas zu gewinnen gibt, da der Pokalsieger ja selbst noch in den Play-Offs steht ...

Wenn sich der Pokalsieger für die Champions League bzw. für die Qualifikation dazu qualifiziert, erhält der unterlegene Pokalfinalist das an den Pokalwettbewerb gebundene UEFA-Cup-Ticket. Wenn der Pokalsieger zunächst als Mannschaft auf Platz 2-5 um die CL-Qualifikation spielt, aber als Verlierer der Champions League-Play-Offs gegen den Sieger der UEFA-Cup-Play-Offs (Plätze 6-9) antreten muss, behält er auf jeden Fall seinen UEFA-Cup-Platz und der Gegner erhält den freien UEFA-Cup Platz. In diesem Fall gibt es für die Clubs der Plätze 10 bis 13 den Intertoto-Cup-Platz zu gewinnen, wenn sich nämlich deren Play-Off-Sieger im Duell gegen den Verlierer der zweiten Runde der UEFA-Cup-Play-Offs durchsetzten kann ...

Falls der Pokalsieger nach der regulären Saison auf einem der Plätze 6 bis 9 steht spielt er keine Play-Offs, denn einen UEFA-Cup-Platz hat er ja schon. In diesem Fall rückt Platz 10 in die UEFA-Cup-Play-Offs und die Mannschaften der Plätze 11 bis 13 dürfen die Saisonabschlussfeier organisieren.

Theoretisch kann es also dem Vizemeister passieren, dass er sich nach zweieinhalb Wochen Play-Offs im Intertoto-Cup wiederfindet, während sich möglicherweise ein im Pokalfinale unterlegener Zweitligist im UEFA-Cup zeigen darf.

Die ganzen Begegnungen finden selbstverständlich in Hin- und Rückspielen statt.

Bekloppt, oder?!


(PS: Damit es nicht zu klar wird, hat der KNVB in das Schema noch einen kleinen Fehler eingebaut ... humorvoll und locker, diese Niederländer.)

Kommentare & Antworten

Auch von mir happy holiday...
Auch von mir happy holiday für Dich!
Juergen (anonym) - 8. Juli, 14:25
Na dann erhol dich gut,...
Na dann erhol dich gut, Herr Wieland!
Julian (anonym) - 8. Juli, 09:47
War was?
Erst eine Woche? Unfassbar. PS: Ich hab' seit Sonntag...
Jannik (anonym) - 6. Juli, 23:06
Die Bild ist sicher deutlich...
Die Bild ist sicher deutlich näher dran. „Miljoen“...
Herr Wieland - 6. Juli, 14:15
Ihr solltet den Artikel...
Ihr solltet den Artikel richtig lesen. Inklusive des...
Frank (anonym) - 6. Juli, 13:32
Wat denn nu?
Ich kenn diese Zeitung in den Niederlanden nicht (Boulevard/Seriösität)...
kurtspaeter - 6. Juli, 12:47
Ja, gespannt bin ich...
.. ich bin aber eher der Typ, der an das Gute im Spieler...
Herr Wieland - 5. Juli, 00:07
Ich bin ja mal gespannt
Nachdem wir den Spieler ein paar Mal im Nationaltrikot...
kurtspaeter - 4. Juli, 07:21

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Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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