Mittwoch, 20. Februar 2008

Gefühlschaos

(Zum Champions League Achtelfinal-Heimspiel gegen den FC Porto)

Die Presse zum Spiel deckt sich mit meiner Meinung. Ist nicht immer so, deshalb direkt zu Anfang. Mehr Probleme habe ich eigentlich mit meinem eigenen Gefühl zu Schalke in der Champions League.

Irgendwie kam ich nur ganz schwer in die passende Stimmung zu diesem Spiel. Was mir fehlte war die Erwartungshaltung: Die Chancen nicht wirklich einschätzen zu können ließ die gewohnte Anspannung schwinden. Ich hielt es für richtig, dass sich Schalke selbst als Außenseiter darstellte. Dass Herr Schnusenberg allerdings beim Thema Champions League ausschließlich über Einnahmen sprach, war mir doch zuviel Missachtung der sportlichen Bedeutung dieses Spiels.

Und so verlief das Spiel für mich dann auch emotional wechselhaft: Erst ruhiger als sonst, war ich über den Schalker Sturmlauf in der Anfangsphase überrascht und wurde nach dem 1:0 prompt nervös, da plötzlich auf dem Videowürfel klar abzulesen war, was es zu verlieren gab. In der Folge fühlte ich mich fast aufrührerisch, als wieder, ähnlich wie gegen Valencia und Chelsea, deutlich zu sehen war, dass die Gegner allesamt die technisch besseren Einzelspieler haben, ich als Anhänger aber quasi mit der Mannschaft den Beweis antreten wollte, dass dem durchaus Organisation, Zweikampfhärte und Einsatz entgegenzusetzen sind. Und zum Schluß fühlte ich mich trotz des Erfolgs fast ein wenig niedergeschlagen, weil ich einsehen musste, wie scheißeknapp es mit nur diesen Stärken wurde, wie die technisch besseren Spieler mit nur etwas verbesserter Organisation das Spiel mehr als ausgeglichen gestalten konnten.

Vermutlich ging es nicht nur mir so, weshalb auch Christoph Biermann recht hat, der Schlusspfiff brachte weniger die Freude über das erreichte ‚Wunschresultat’, eher war man froh, dass es vorbei war.
Falls Schalke Porto übersteht, gehe ich mutiger ins Viertelfinale. Versprochen.

Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte Namen...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion etwa...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch nichts dazu...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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