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Ein Sieg gegen den Übermut

(Zum Spiel FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg)

Gegen Wolfsburg muss Schalke in dieser Saison nicht mehr antreten.

Wenn man sich sonst noch was positives zum gestrigen Spiel aus den Fingern saugen möchte, könnte man – einigermaßen gewagt – interpretieren, dass es dieses Spiel gebraucht hat, weil Schalke wieder zu schnell zu sehr spann. Nach einer alles andere als tollen Hinrunde führte zwei Siege gegen längst wieder mittelmäßige Stuttgarter und eine Schießbude der Liga dazu, dass dem erklärten Ziel („Wir wollen den dritten Platz“) schon wieder Hirngespinste angehängt wurden („und wenn wir am Ende Meister werden blah blah“).

Schnauze halten, Fußball spielen.

Aber nicht nur verbal, auch auf dem Platz blieb Schalke nicht mehr sachlich. Der Ball lief ganz gut durch die eigenen Reihen, aber sehr häufig genügte dies den Schalkern auch schon. Ich hatte manchmal den Eindruck, man wolle Wolfsburg verarschen, statt gen Tor zu ziehen und was Zählbares zu schaffen.

Zugegeben, vermutlich würde ich heute nicht so schreiben, hätte Kuranyi den Ball nicht aus Höhe des Elfmeterpunkts vier Meter neben den Kasten gezimmert, oder hätte Asamoah aus fünf Metern mal aufs Tor geschossen, statt in den viel zu freien Raum zu spielen. Schalke hätte das ein- oder andere Tor machen müssen, sie hatten hochkarätige Möglichkeiten, sagte auch Magath. Richtig. Dass das Führungstor durch den viel zu spät eingewechselten Sánchez durch einen billigen Abstauber erzielt wurde, mutete wie ein Wink mit dem Zaunpfahl für Trainer Slomka und Schalkes Stürmer an.

Wolfsburg hingegen ließ 1.095 Fans zu Hause, spielte unspektakulär aber engagiert, und nutzte zwei haarsträubende Fehler der Schalker Hintermannschaft zum 2:1 Sieg. Mund abputzen, ab nach Hause.

Sobald Schalke glaubt, siegen zu können ohne sich dabei schwer zu tun, geht das in die Hose. O-Jay, den ich vor dem Spiel kennenlernen durfte, schrieb mir nach dem Spiel per SMS:
„Business as usual. Schalke eben.”
Wird sind uns da völlig einig.

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Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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