Hold Your Head Up High

Der aktuelle Vorverkauf ist immer der schwerste und mein Spiel dauerte 96 Minuten.

Gestern um 10:36 hatte ich uns endlich die Karten für das Champions League Viertelfinale gesichert. Und wieder habe ich mehr als hundert mal den Browser öffnen müssen, um endlich ohne ‚session error' auf die Ticketshop-Seite zu gelangen. Mühselig. Unangenehm. Aber unvermeidlich, wenn man zu diesem Spiel ins Stadion möchte, denn wer auf Entspannung wartet geht leer aus.

Jetzt hätte ich gerne Liverpool!

Jaja, ich weiß, man geht wegen der eigenen Mannschaft ins Stadion, und sicher sitzt irgendwo ein verbrämter, sich als Hardcorefan fühlender Junge, der mich als Eventzuschauer beschimpfen würde, wenn er läse, dass ich mich über ein Spiel gegen Liverpool, Manchester oder Barcelona mehr freuen würde als über eine Begegnung mit Istanbul.

Kokolores! Champions League Spiele, das sind Feiertage für Schalke. Niemand wird ernsthaft behaupten wollen, das Schalke 04 eine der acht besten Mannschaften Europas stellt, auch wenn diese Phrase in der vergangenen Woche wieder zigfach gedroschen wurde, sie namhaften Sportjournalisten immer noch nicht zu platt war. Schalke sollte jeden Champions League Auftritt genießen, gut spielen, sich zeigen, sich selbst und das Spiel feiern. Dazu gehören eben interessante Gäste.

Sicher, in einer Spielvorschau würde man die Chancen auf ein Weiterkommen gegen Fenerbahce besser einschätzen. Aber was heißt das schon? Fenerbahce hat eine starke Mannschaft und bei Schalke ist von richtig gut bis grottenschlecht alles möglich; davor schützen weder besonders große, noch vermeintlich kleine Namen.
Wirklich auf den Sack geht mir aber das Geldargument. Mittlerweile gibt es wirklich Fans, die sich einen scheinbar leichten Gegner wünschen, weil sie darauf hoffen, dass Schalke durch einen Einzug ins Halbfinale noch mal einen Batzen Geld verdienen kann.

Ich denke das ist Herr Schnusenbergs Job. Ich bin Fußballfan. Ich fände es großartig, Schalke 04 gegen Spieler wie Lionel Messi, Christiano Ronaldo oder Steven Gerrard spielen zu sehen! In diesem besonderen Wettbewerb hätte ich gerne ein besonderes Spiel. Und, bei allem Respekt: Im Vergleich mit Fenerbahce ist Liverpool eben besonderer.



[Fotos: Destinyuk, Dakowicz]

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Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte Namen...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion etwa...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch nichts dazu...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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