Gedöns

Montag, 17. September 2007

Ein bisschen Bashing

Ist es eigentlich auch dann Bashing, wenn der Basher völlig recht hat mit seinen Beschimpfungen? Und wie sehr muss man schimpfen, damit es sich um Bashing handelt? Oder reicht bereits ein nüchternes Kritisieren einer Person oder eines Personenkreises, dessen man ehedem als nicht wohlgesonnen erachtet wird?

Egal.

Ich denke das Karsten (auch) mit seinen letzten beiden Sätzen in diesem Beitrag absolut recht hat.

Mir geht es nicht darum, ob Andreasen Rot verdient hat oder nicht. Tatsache ist, dass er Kruska kaum getroffen hat und ihm mit Sicherheit nicht wehgetan haben kann, wie man hier (ziemlich genau bei Minute 8:00) sehen kann. Kruska findet es aber selbst nicht zu blöd, sich eine Ewigkeit auf dem Boden zu wälzen: Während das Spiel erst weiterläuft, während der Schiedsrichter zum Linienrichter läuft, sich bespricht, während diskutiert wird, während der Schiri wieder in die Platzmitte läuft und Andreasen endlich vom Platz stellt. Über 2 Minuten Gewälze, als faule ihm der Unterschenkel ab. Unglaublich.

Als einen Spieler ähnlicher Art habe ich Marcell Jansen erlebt. Nein, er hat keine Karten provoziert, das möchte ich ihm nicht vorwerfen. Aber er muss Angst um seine Fußnägel haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass er jegliches Eindringen von Gegnern in seine Komfortzone mit einem ruckartigen nach hinten Klappen der Unterschenkel reflexiert. Dabei ist der Mund weit aufgerissen, und bräuchte er die Arme nicht dazu, in der Luft die Balance zu halten, er würde seine Handinnenflächen auf die Wangen legen.

Mittwoch, 12. September 2007

Zur Lage der Nation

Hitzlsperger oder Hickersberger, früher kam man da schon mal durcheinander. Heute glauben manche, dass Hitzlsperger in der vergangenen Saison den Unterschied für seinen VfB zum FC Schalke 04 machte. Und laut Thorsten Gerald Schneiders sehen manchein ihm und Schweinsteiger bereits eine echte Alternative für die Spielgestaltung im Mittelfeld“.

So gut ist Nationalelf nun besetzt, auch die Breite in der Spitze ist dichter geworden. So übermächtig kommt die deutsche Nationalmannschaft daher, dass sich England und Italien lieber bereits in der Qualifikation ergeben, als sich in der Endrunde bloßstellen zu lassen.

Um nun Europa nicht völlig zu verschrecken und um der aufkeimenden Überheblichkeit im eigenen Land Einhalt zu gebieten, hat sich der Bundes-Joachim für das heutige Spiel gegen Rumänien dazu entschlossen, im Sturm mit einem Zweitligastürmer und einem Rekonvaleszenten zu starten, in der Abwehr einen Spieler von Hertha BSC spielen zu lassen und eine Club-Nr. 2 ins Tor zu stellen.

Alles scheint rund, so frohen Mutes steuerte dieses Land seit mindestens 33 Jahren nicht mehr auf ein großes Turnier zu. Bleibt die Frage, was das Gezeter um Ballack, der alberne Disput zwischen dem DFB und dem FC Chelsea soll. Seit fast 5 Monaten feiert Ballack nun krank und Löw lässt sich mit dem Satz zitieren: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich ein Mannschaft wie Chelsea leisten kann, auf einen Spieler wie Michael Ballack zu verzichten.“

„Ma’kucken“ möchte ich da dem Bundes-Joachim antworten, oder auch „Welcher Verein denn, wenn nicht Chelsea?!“. Wo doch manche sogar schon Hitzlsperger und Schweinsteiger als eine Alternative zu ihm sehen.



[via Neue Ruhr Zeitung: Die Zeit dummer Sprüche ist vorbei]

Sonntag, 9. September 2007

Das war blond, oder?!

Kurz das Wichtigste zum Spiel: 3 Punkte.

Jetzt aber: Ich las davon, dass Schweinsteiger ergraut sei. Die Bild schrieb, er hätte sich die Haare silber färben wollen. Das dort veröffentlichte Foto war das einzige, dass ich von ihm mit neuer Haarfarbe gesehen hatte. Auf dem sehen die Haare wirklich grau aus.

Aber der Schweinsteiger heute auf dem Platz, der spielte nicht nur Tralalafußball, der war blond, oder?!

Meine Frau sagt immer ich hätt’s nicht so mit der korrekten Farberkennung, deshalb das angehängte Fragezeichen. Ich sah dort jemand superblondes im Mittelfeld laufen und fühlte mich an Effenberg erinnert – lediglich auf die Optik bezogen, möchte ich betonen.

Das Béla Réthy äußerst penetrant und gefühlte 64 mal von grauen Haaren sprach, lässt nun die Frage offen, ob meine Frau recht hat oder ob Réthy seinen Vorabinformationen mehr vertraut als seinen Augen.


PS: Dem Vorherbild oben sei hier mal ein Nachherbild gegenübergestellt.

Samstag, 8. September 2007

Parallelwelt

„Das ist Handspiel, Papa!
Und die schwarzen sind die Schiedsrichter!?“
Henry Wieland (3), leicht irritiert ob der Rugby-WM Partie zwischen den All Blacks und Italien.

Freitag, 7. September 2007

Alaaf, Prinz Poldi!



So froh wie ein Jeck ist Poldi nur bei Eurosport


So froh ist er, der Poldi, wie ein Jeck! Spielt auch so oft wie ein Jeck, der Poldi. Rosenmontag bis Aschermittwoch; dreimal im Jahr: Alaaf, Prinz Poldi!

Donnerstag, 6. September 2007

Pingel-Tool nun auch bei sportschau.de

Christian Panders Schuß zum 2:1 gegen England erfolgte aus 27,4 Meter und die Geschwindigkeit betrug 103,1 km/h.

Diese immens wichtigen Infos stammen aus dem Virtual Replay zu diesem Tor, welches die ARD Sportschau auf ihrer Webseite – nach der Wahl zum Tor der Woche – nun zur Wahl zum Tor des Monats anbietet.


Virtual Replay des Pander Tors


Trainer Baade fand die Murmel Virtual Replay bereits im Misthaufen sport1.de. Dort gibt es drei Erstligatore pro Spieltag nachzustellen. Die ARD bietet wöchentlich 5 Tore an.

Immer gleich bleibt, dass alle Tore in einem Allianz-Arena-grauen Stadion mit Gottlieb-Daimler-Stadiondach, in absoluter Stille und ohne Torjubel der Spieler dargestellt werden. Trotz der Emotionslosigkeit ein nettes Tool für Pingel wie mich, die gerne nochmal nachschauen.

Mittwoch, 5. September 2007

Meine Alliteration des letzten Wochenendes

... lautet „Bochumer Botschaft in Berlin“.

Freundschaftsbande versprengten mich am vergangenen Wochenende weg vom Heimspiel der Königsblauen, in die meines Erachtens sehr attraktive Hauptstadt, mit dem meines Erachtens sehr unattraktiven Erstligaclub. Und so stand ich mit einem mitgereisten Freund Samstag gegen 15 Uhr am Alexanderplatz, auf der Suche nach einer Kneipe mit Fußballübertagung.

Ein Taxifahrer hatte auch keinen konkreten Tipp, schickte uns in Richtung Prenzlauer Berg. Dort fragten wir den Nächstbesten. Jung genug, und sportinteressiert dreinschauend. „Ja, an der nächsten Ecke wird Bundesliga gezeigt. Ich gehe da auch hin. Ich kucke aber im Keller Bochum.“

Ein bisschen gewundert haben wir uns schon, aber bitte, es war fast 15.30 und wir sind mitgegangen, zu einer Kneipe die von draußen als solche nicht zu erkennen war, weil jegliche Beschilderung oder gar Leuchtwerbung fehlte. Vermutlich war die alte schon abgenommen und die neue noch nicht angebracht. Jedenfalls sind wir zuvor schon dran vorbeigelaufen ohne zu bemerken, dass sich hinter der Tür eine echte Fußballkneipe befindet: Mit zig Schals an den Wänden, einer großen Leinwand, Gambrinus-Bier und einem unaufgeregten, interessierten, angenehm gemischten Publikum. Was wir suchten!

Hier schauten wir die Konferenzschaltung und nicht nur Hertha. Die Frage danach, kurz nach betreten der Kneipe, hätte ich mir sparen können, der Anteil an Union-Schals war überproportional und während der 90 Minuten wurde Dejagahs zwischenzeitlicher Ausgleich im Olympiastadion am lautesten bejubelt. Oben, wohlgemerkt.

Denn eine Etage tiefer fieberten ca. 15 Leute mit ihrem VfL Bochum. Der Wirt klärte uns auf, dass die Kneipe der Sitz der „Bochumer Botschaft“ sei, und dass sie oben zwar für Union, aber auch grundsätzlich Fußballfans wären.
Die unten waren laut, wie es sich gehört; hoffnungsvoll beim Anschlusstreffer, aufgeregt vor dem Elfmeterpfiff, angeregt nachdem dieser erfolgte, ausgelassen beim Ausgleich. Zum Schluss nicht mehr ganz so laut.
Oben wurde von einigen immer das genaue Gegenteil beklatscht, weniger aus Überzeugung, mehr mit Augenzwinkern gegenüber denen unten.

Schön wars. Wir verlebten einen angenehmen Fußballnachmittag obwohl keine Königsblauen oder Roten Teufel (der Freund ist FCK-Fan) spielten. Und auch die anderen Gäste schienen zufrieden. Selbst die Botschafter waren ob ihrer Niederlage nicht völlig geknickt. Jedenfalls schaute der, der uns zu Anfang mitnahm, noch recht freundlich, als er Schulterzuckend an uns vorbei ging und die Kneipe verlies.



[Heute weiss ich, dass es sich bei der Kneipe um „S.O.S. Bodega“ handelte. Und auch nach der der „Bochumer Botschaft“ lies sich googlen.]

Donnerstag, 23. August 2007

Doofe Frage

Wenn die Firma der neue Hauptsponsor des FSV Mainz geworden wäre, würde das Stadion dann „Face Arena“ heißen?

Mittwoch, 22. August 2007

Schalke schlägt England

Kevin Kuranyi und Becks Pander schlagen die Three Lions in Wembley, mit Unterstützung eines Haufens Talentierter.
Watt willze mehr?!

Wie sieht ein Stadion aus?


(klicken vergrößert)

Selbstverständlich hat ein Stadion eine Glasfassade.
Ein Stadion hat außerhalb liegende Treppentürme und Aufzüge.
Ein Portal mit dreieckigem Grundriss und Fahnenmasten davor gehört dazu.
Es ist zweirangig, Unter- und Oberrang.
Toll ist auch eine Sinalco-Werbung an der Außenseite, möglichst am oberen Ende des Glasmantels!
Ganz wichtig ist, dass man zu einem Stadion aufsieht! Das bedeutet, dass der Eingang noch unterhalb der Plattform liegt und man nach der Einlasskontrolle zunächst einen Treppe hinauf zu schreiten hat.
Ausserdem hat ein Stadion selbstverständlich ein fahrbares Dach und einen Videowürfel, mittig über dem Spielfeld.

Und vor allen Dingen steht es in Nachbarschaft zu Gasometern und Zechenfördertürmen

Es mag Leute geben, die sehen das eine oder andere anders. Ich habe jedenfalls nichts dagegen, dass es Ravensburger meinem Sohn so zu erklären versucht.


(klicken vergrößert)

Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte Namen...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion etwa...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch nichts dazu...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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