Sonntag, 13. Mai 2007

Regen über Dortmund

Zur Halbzeit zurückliegen und das Spiel in der zweiten Hälfte noch gewinnen!

Das hätte es gegen Bochum gebraucht, ich schrieb darüber. Das hätte es gestern gegen Dortmund gebraucht. Schalke hat sowas in der ganzen Saison nicht leisten können. Stuttgart lieferte gestern solch ein Meisterstück.

Gegen Bochum spielte Schalke in der ersten Hälfte nicht schlecht und kam in der zweiten Hälfte immerhin zu Chancen. Gestern sollte die erste Hälfte wohl unter "cool" gebucht werden, bis Schalke nach einer ordentliche Chance durch Özil zu langsam auf Verteidigung umschaltete und Dortmund die Chance zum Konter im eigenen Stadion ermöglichte.

Die zweite Hälfte war dann peinlich.
Uninspirierter, weniger kraftvoll, planloser zu spielen geht nicht. Es war nicht schwierig für Dortmund, das Spiel über die Runden zu bringen, und ich war Weidenfeller fast dankbar, dass er durch seine dämliche Aktion, in der er Hamit zu einer Gelben Karte provozierte und mehr als zurecht dafür selbst eine sah, etwas Palaver, etwas Emotion in dieses vor sich hinplätschernde Spiel brachte. Doch Schalke schlief alsbald wieder ein.

Ist das irgendwie zu erklären? Eine solche Leistung in solch einer Situation?
Gibts eigentlich eine Statistik bezüglich der Schalker Ergebnisse auf nassem Rasen? Vielleicht ist ja die Halle schuld ...

Nun geht das Getute wieder los.
Das Schalke noch immer unter dem Trauma von 2001 leiden würde, wird es zu lesen geben, obwohl Asamoah der einzige Spieler ist, der damals schon für Schalke spielte. Im Forum gibts Leute, die Schalke für die nächste Saison bereits im Abstiegskampf wähnen und ich bin froh, dass sich Christoph Daum mittlerweile selbst entzaubert hat, sonst wäre der nächste "Slomka Raus"-Thread längst eröffnet.

Angesichts meines Beitrags vom letzten Sonntag fühle ich mich durch Christian Panders Aussage nach dem Spiel verarscht. Matthias fühlt sich hingegen durch Slomkas Kommentar nach dem Spiel verarscht, auch sehr nachvollziehbar.

Natürlich ist die Saison noch nicht vorbei und Glauben darf wer will. Mit persönlich fällt schon das Hoffen schwer.
Cottbus' Trainer Petrik Sander hat sich nach dem gestrigen Spiel schon dafür entschuldigt, dass seine Jungs keine Kraft mehr hatten ("Die Fans müssen dafür Verständnis haben, denn meine Spieler sind in der Saison über ihre Grenze gegangen"). Die Jungs haben ihr Saisonziel erreicht, denen kann man nichts vorwerfen. Ebenfalls nichts vorwerfen kann man dem VfL Bochum, der gegen Stuttgart toll gespielt hat. Und nichtmal dem Fandel kann man irgendwas vorwerfen, der das Spiel gestern souverän geleitet hat. Schon scheisse ...

Es ist Stuttgarts Magische Zahl, diese mickrige 2. für Schalke gehts gegen Bielefeld um die direkte Champions League-Qualifikation und nach 90 + X Minuten und dem letzten Abpfiff geht alles wieder von vorne los.

Samstag, 12. Mai 2007

WDR 2 gibt sich königsblau und animierte zum Fremdschämen

Der Sender gibt Gas. Bereits Donnerstag behandelte die Sendung Arena die Frage nach der Meisterschaft. Gestern Abend gings in der Sportzeit um das Derby, Arbeitstitel war "Zitterpartie um die Meisterschaft". Und im Morgenmagazin und in der Westzeit war Schalke 04 die ganze Woche über immer wieder ein Thema. Alles sehr nett eigentlich.

Dennoch etwas albern fand ich gestrige Aktion in der Westzeit: Zuhörer, die sich selbst als Fans anderer Clubs bezeichnen, wurden dazu animiert anzurufen, um zu erzählen warum sie Schalke die Meisterschaft gönnen!

Mal ehrlich, so was will man als Schalker doch garnicht, oder?
Das hat so was von Selbstaufgabe. Das animiert so'n bisschen zum Fremdschämen.
Tenor war "Hauptsache ein Verein aus dem Ruhrgebiet". Und immer wieder dieses "Die haben das mal verdient".

Klar haben die das verdient, aber eben nicht "mal". Eben nicht, weil sie es so lange nicht wurden, sondern weil sie dieses Jahr gut spielen, bislang genau einen Punkt besser als alle anderen.

Klar will ein Guten-Morgen-Sender wie WDR 2 nur gute Stimmung machen und besser als den Rivalen als Feind anstatt als Gegner zu bezeichnen ist es allemal. Es ist trotzdem immer wieder erstaunlich, dass es wohl nichts gibt, wofür nicht irgend jemand beim Radio anrufen würde.

Wesentlich smarter finde ich da schon die Idee, am letzten Spieltag bewegte Bilder aus der Fankneipe "Auf Schalke" via Schalkecam ins Netz zu senden.

 




(Hinweis: Die verlinkten Seiten der einzelnen WDR 2-Sendungen enthalten Zusammenfassungen derer Themen und einige durchaus interessante Hörbeiträge)

Freitag, 11. Mai 2007

Die schicken Stadien an Rhein und Ruhr

Wer mit dem Auto unterwegs ist, bemüht vielleicht einen Routenplaner. Zur näheren Ansicht der Zielumgebung eignen sich heutzutage bestens die Satellitenbilder bei Google Maps, auf denen man teilweise noch die Fahrbahnmarkierungen erkennen kann.

Auch Nutzern des ÖPNV steht ein Routenplaner zur Verfügung. Dank des genialen Harry Beck, dem Erfinder der schematischen Liniennetzplänen, findet man sich im Zielbereich auch ohne Ortskenntnis meist mühelos zurecht.

Als besonderes Gimmick hat der hiesige Verkehrsverbund seine Liniennetzpläne mit kleinen Grafiken zu markanten öffentlichen Gebäuden versehen. Auf vielen Plänen lassen sich auch die jeweiligen Fußballstadien finden, eigentlich immer sehr gut getroffen!

Hier eine Auswahl (Mausklick führt zur größeren Ansicht):

 

Gelsenkirchen

 

Duisburg

 

Düsseldorf

 

Bochum

 

Dortmund

(Quellen: Die VRR Stadtlinienpläne)

Das immer schwerste Spiel: Borussia Dortmund

Meine Güte, was wird nun alles geschrieben über dieses Spiel. Ich vermute ja, dass es nach einer flotten Führung ein recht lockeres Spiel für Schalke wird, und dass das wirklich knappe und spannende Spiel erst am letzten Spieltag gegen die Arminia folgt - aber wir werden sehen.

Natürlich freue ich mich auf dieses Spiel, das geht wohl jedem den meisten so, oder?!
Ein volles Irgendwiestadion, erwartete 25.000 Schalker vor Ort. Zusätzlich 50.000 bis 70.000 Schalker in der Arena, der Rest der Gemeinde vor den TV-Geräten überall. Familie Wieland inmitten von Freunden in Gelsenkirchen, vor einem decodierten Fernsehbild, neben einem auf die Nachfeier wartenden, gut bestückten Grill.
Dem gegenüber die Schwarz-Gelben, die böse sein wollen.

Interessant wird sein, wie Doll seine Mannschaft einstellt. Dortmund ist gerettet, er darf somit frei entscheiden. Ein zu Null könnte schon reichen um die eigenen Fans zu begeistern. Andererseits ist das 90 Minuten lang riskant, und nach vorne zu spielen wird auch in Dortmund gerne gesehen.

Aber wie dem auch sein, betrachtet man die Mannschaften, ist Dortmund in allen Mannschaftsteilen unterlegen bis maximal auf gleicher Höhe mit Schalke. Es ist an Schalke, dieses Spiel erfolgreich zu bestreiten oder eben nicht. Wie sowas trotzdem in die Hose gehen kann, hat Schalke in Bochum erfahren. Wie es funktioniert, sahen wir gegen Nürnberg (defensive Ausrichtung des Gegners) und in den Spielen gegen Werder (mitspielender Gegner).

Krstajic hat sich gesund gemeldet. Ob er spielen wird, oder ob Rodriguez wieder aufläuft, der zuletzt ordentlich gespielt hat, ist noch nicht klar. Ansonsten bleibt wohl nur die Frage nach Özil oder Kobiashvili, die restliche Aufstellung wird aller Voraussicht nach der der letzten Woche entsprechen.

Nurnoch 180 + X Minuten, noch zwei Spiele zu spielen. Schalkes Magische Zahl, die auf Grund der knappen Tabellenkonstellation zugegebenermaßen nurnoch wenig Sinn macht, die aber trotzdem, und sei es nur, weil es mit ihr in dieser Saison bislang gut lief, bis zum Ende weitergeführt wird, ist die 6! Glück auf.

Donnerstag, 10. Mai 2007

"Wir sind" bekloppt!

Irgendwann mischte Volker Finke mit seinen "Breisgau Brasilianern" die erste Liga auf. Als sich die anderen Bundesligisten endlich genug vom überlegenen Freiburger Spiel abgeschaut hatten, setzten sich wieder die grundsätzlich besseren Spieler der reicheren Vereine durch. Freiburg hatte seinen Platz in der Geschichte des deutschen Fußballs, war aber fortan wieder ein normaler, kleiner Verein.

Was die Fans und die Führung des SC Freiburg seitdem aufführen gehört zu dem Skurilsten, das es bislang in solchen Höhen des deutschen Profifußballs gab:

"Finke raus!" - Finke will nicht - "Finke raus!" - Finke willigt ein darf aber seinen Nachfolger mitbestimmen - Regionaligatrainer Dutt wird zum Nachfolger bestimmt - die "saubere Abwicklung" wird allenthalben gepriesen - Freiburg beginnt unter Finke zu gewinnen - "Finke muss bleiben!" - einige Vorständler schiessen gegen den plötzlich wieder beliebteren Trainer - Spieler kündigen Ihren Wechsel für den Fall Finkes Abgang an - eine Faninitiative "Wir sind Finke!" wird gegründet ...

Als wäre das Geeiere nicht übel genug, nimmt die Sache nun nochmal an Fahrt auf:
Die Faninitiative hat nach eigenen Angaben bald genug Unterschriften gesammelt, um eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, um dort ein Votum für den Verbleib Finkes abzugeben.
Währenddessen hat sich eine Gegeninitiative "Wir sind SC Feiburg!" gegründet, um Finke, wie beschlossen, loszuwerden.

Dutts noch nicht angetretenen Arbeitsplatz wackelt schon wieder, denn plötzlich gibt es Berichte, dass der eigentlich mit Finke rausgeschmissene Co-Trainer Achim Sarstedt als Finke-Erbe eingesetzt werden könnte. Ausserdem wird mittlerweile auch über eine Ablösung des Präsidenten Achim Stocker spekuliert ...

Ein Ende des Hickhacks ist nicht abzusehen.
Wann beginnt eigentlich genau die nächste Zweitligasaison?

 

Wie nachgetreten.com die Sache sieht (klicken)

(Quellen: Stuttgarter Nachrichten, SWR)

Kleiner Spickzettel, um am Frühstückstisch mit Kollegen über das Meisterschaftsfinale zu plaudern - für jeden was dabei!

  • Schalke hat alle Krisen hinter sich und ist immernoch erster: Jetzt kann die Königsblauen nichts mehr stoppen!
  • Stuttgart wird Meister, die haben den wenigsten Druck!
  • Werder ist wieder auf der Spur, Rosenberg schiesst Bremen nun zur Schale!
  • Die Fans peitschen Schalke zu Titel.
  • Stuttgart hat das leichteste Restprogramm.
  • Schaaf ist ein Meistertrainer.
  • Kuranyi spielt überragend und reißt seine Mannschaft mit.
  • Stuttgart fährt gerade die Serie der Saison (7 Siege in Folge), das ziehen die durch.
  • Werder schiesst die meisten Tore, die rennen auch die restlichen Gegner nieder.
  • Schalke hat die beste Abwehr und defense wins championships!
  • Mit Gomez kriegen die Schwaben nochmal die entscheidenden Schub.
  • Der Ärger um Klose ist beigelegt und Frings bleibt auch, das perfekte Signal zum Schlußspurt.
  • Die letzten drei Auswärtsspiele in Dortmund hat Schalke auch gewonnen.
  • Wenn Wolfsburg in Aachen nicht gewinnt, kämpfen die am letzten Spieltag gegen Werder ums überleben!
  • Dortmund ist gegen die Königsblauen besonders motiviert, das wird ganz schwer für Schalke.
  • Bochum spielt gerade richtig gut, da lassen die Schwaben die entscheidenden Punkte liegen.
  • Bremen hat seine Chance gegen Bielefeld verdaddelt.
  • Nach dem letzten Nordkurve in Deiner Stadt-Marsch ging das Spiel auch in die Hose ...
  • Jetzt gehts für Bochum doch um nix mehr ...
  • Weil Wolfsburg in Aachen verliert kann sich Frankfurt gegen Bremen keine Niederlage erlauben.
  • Schalke denkt nur an Dortmund und stolpert dann über die wiedererstarkte Arminia.
  • Wenns drauf ankommt ist Stuttgart mit dem CL-Platz zufrieden.
  • Jetzt ist Werder Frings' Herzensangelegenheit: Der lässt keinen Punktverlust mehr zu.
  • Schalke hat das Ziel seit Saisonbeginn klar formuliert. Sowas brauchts, um ein Ziel auch zu erreichen.
  • Stuttgart hat sein 1998 in Bochum nicht mehr gewonnen; und da hatten die noch keinen Gekas!
  • Wiese oder Reinke: völlig latte! Die sind beide für'n Ei ab und an gut.
  • Schalke hat den variabelsten Kader.
  • Stuttgart ist die am besten eingespielte Elf.
  • Werder hat das erfahrenste Team.
  • Dieses Jahr wird am letzten Spieltag überall spätestens nach 93 Minuten abgepfiffen.

Montag, 7. Mai 2007

Zwangspause

Zum Wochenanfang darf ich mich beruflich fortbilden lassen. Ich werde verdammt offline sein, was auch bedeutet, dass in diesem Weblog erst ab Donnerstag wieder neue Beiträge zu erwarten sind.

Am gestrigen Sonntag bestand Drei Ecken, ein Elfer übrigens seit genau 100 Tagen. Dankeschön oder Entschuldigung, je nach Sichtweise, an alle die in dieser Zeit ein paar Minuten mit dem Lesen dieser Texte verbracht haben.

Sonntag, 6. Mai 2007

Ausnehmend friedlich

Frage: Die Fans von Bayern München gelten als ausnehmend friedlich. Inwieweit bekommen Sie mit, wie in den Stadien unterklassiger Teams die Gewalt stetig zunimmt?

Antwort: In der Tat: München ist in dieser Hinsicht eine Oase und wir bekommen nur wenig mit. Gewalt entsteht nicht im Fußball, sondern sie entsteht in der Gesellschaft. Der Fußball ist dann das Ventil. [...]
Fragesteller war Tim Jürgens für 11 Freunde und der Befragte war Oliver Kahn.

Gestern erfuhr ich dann im Stadion von einem Fan der Clubberer von Randale durch Münchener auf einer Autobahnraststätte, bei der eine Frau schwer verletzt worden sei.

Nun ist plötzlich nicht mehr nur der FC Bayern nicht besser als Restdeutschland, nun wissen sich selbst die so klugen Bevölkerungsteile nicht mehr entsprechend zu verhalten!

Eigentlich wäre ob der bajuwarischen Überheblichkeit lediglich der Kopf zu einem müden Lächeln zu schütteln, wäre der Anlass nicht so traurig.

Lattekeske Fußballrhetorik: Relative Schrittlängen

"Das war ein riesiger Schritt Richtung Meisterschaft."
Diesen Satz kräht nun seit dem 1:0 gegen Stuttgart nach jedem Schalker Sieg irgendeiner einem Journalisten entgegen, gestern wars Fabian Ernst. So'n Mumpitz, als sei der gestrige Schritt auch nur einen Millimeter riesiger gewesen als die beiden Schritte, die noch nötig sind, um tatsächlich die Finger an die Schale legen zu dürfen.

Und Fußballdeutschland beschwert sich sich darüber, wenn Spieler Interviews boykottieren ...

Samstag, 5. Mai 2007

Im Duell der beiden besten Defensiven machte die Offensive den Unterschied

Schalke gewann das Duell der Altmeister - völlig verdient.

Und wenn der Stadionsprecher auf Schalke den Nürnberger Jan Kristiansen mit "und unsere Nummer 19" ankündigt, dann sind die Fan-Freunde in der Stadt!

Die erste Hälfte verlief ungefähr so, wie man es sich vorstellt, wenn die beiden besten Abwehrreihen der Liga gegeneinander antreten. Es gab nicht viel zu sehen in Halbzeit eins, Chancen waren Mangelware.

In der zweiten Hälfte verdiente sich Schalke dann die drei Punkte! Jeder einzelne Schalker lief eine Spur mehr als sein Gegenspieler, und da die Nürnberger meist Mann gegen Mann spielten, resultierte aus der größeren Laufbereitschaft auch eine größere Präsenz gegenüber dem Gegner auf dem Platz.

Immer öfter kamen die Knappen zum Abschluss, erspielten sich Chance um Chance.
Nach ca. einer Stunde wurde klar, dass Schalke in Rennen um die Meisterschaft nicht auf objektive Schiedsrichter würde bauen können: Nach der Fehlentscheidung beim Handspiel Imhofs in Bochum entschied auch Schiedsrichter Meyer (hoffentlich nicht verwand oder verschwägert mir dem Trainer des Clubs) nicht auf Elfmeter, obwohl Kuranyi im Strafraum völlig klar festgehalten wurde.

Doch Schalke schaffte es auch so: Und wieder war es Kuranyi, der nach Flanke von Hamit vollstreckte!

Nürnberg tat nicht genug, um das Spiel auf der Kippe zu halten, Schalke erspielte sich weitere Chancen, ohne jedoch ein weiteres Tor zu markieren.

Zum Glück reichte es und so wurde es ein netter Nachmittag: Ein Schalker Sieg und ob der Fanfreundschaft eine schöne Party rund um die Arena und in Gelsenkirchen!

Schalkes Magische Zahl steht bei 6, nur noch zwei Spiele zu spielen!

Freitag, 4. Mai 2007

Das immer schwerste Spiel: 1. FC Nürnberg

Schalke gegen Nürnberg: Altmeister, Fanfreundschaft, dieses Jahr die beiden besten Abwehrreihen, beide (den Überlieferungen nach vermutlich) an einem 04. Mai gegründet, der Club im Jahre 1900, Schalke ... ok ... ; Herzlichen Glückwunsch!

Das Michael A. Roth nach dem DFB-Halbfinale auf Händen getragen wurde bewies, dass dieses Jahr irgendwas anders ist als sonst. Der Club hat nie was mit dem Abstieg zu tun gehabt, ist praktisch für den UEFA-Cup qualifiziert und fiebert dem Pokalfinale entgegen. Es ist wie Alexander im Blog clubfans.de schreibt: "Unter dem Strich kann es für den Club gar nicht mehr schlecht laufen ... Egal was noch kommt."

Es ist dem Club zu gönnen. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass erstmal eine Niederlage kommt, der Club dem Trend der letzten vier Auswärtsspielen folgt, in denen sie dreimal verloren.

Bei Schalke rückt Kobiashvili für Özil in die Startformation. Slomka begründet dies damit, dass Kobiashvili mehr aus der Tiefe kommt und er erhofft sich dadurch eine größere Unterstützung für Pander auf der linken Bahn. Diese braucht Pander meines Erachtens auch dringend, spielerisch hat er zuletzt wenig gezeigt, hat nach seinem zweiten Comeback noch nicht wieder die alte Form erreicht. Vielleicht funktioniert es mit Kobiashvili ja so gut wie es sich in der Theorie anhört.

Für Özil ist diese Entscheidung sicher schade. Aber es ist ja nicht so, dass er nun besonders schlecht gespielt hätte. Ich denke nicht, dass ihn das nun irgendwie zurückwirft.

Mehr Gedanken muss sich da wohl Halil Altintop machen, der zum letzten mal am 27. Spieltag gegen die Bayern in der Startformation stand. Seitdem spielt Asamoah im Sturm und Halil hat seinen Bruder, der morgen ebenfalls das fünfte mal in Folge in der Startelf steht, als zwölften Spieler abgelöst.

Halil sehe ich in erster Linie als ein Opfer des Schalker Spielsystems. Als Aussenstürmer funktioniert er einfach nicht. Er ist zu unflexibel, um sich dort seine Räume selbst zu suchen, um die Position für sich zum Besten zu interpretieren. Und der Platz in der Mitte ist mit Kuranyi bestens besetzt.

Über Varela wird irgendwie nicht mehr gesprochen. Laut kicker.de sitzt er wieder auf der Bank.
Aber mit wem auch immer, morgen gilt es Überzahl in Ballnähe zu schaffen, den Abschluss zu suchen und hinten gut zu stehen. Eben alles das besser zu machen, was in Bochum schief lief. Und dann zu gewinnen.

Es ist wieder Schalkes Magische Zahl und es ist die 9. Nur noch 3 Spiele zu spielen!

Hallo Herr Allofs!

Nun seien Sie doch nicht so bockig, zieren Sie sich doch nicht so!

Es ist doch nichts Neues, dass Spieler den SV Werder als Sprungbrett zu anderen Vereinen benutzen. Und nun wollen sie plötzlich Ihre Leute halten? Tun Sie uns allen das doch bitte nicht an!

Tun Sie es sich nicht an. Den größten Respekt bringt Fußballdeutschland Ihnen doch gerade dafür entgegen, dass Sie die Abwanderung etablierter Spieler immer wieder überstehen und trotzdem relativ erfolgreich bleiben.

Tun Sie das Ihren Spielern nicht an. Spieler setzten sich am Ende immer durch. Sie machen die Sache nur komplizierter. Wieso wollen die eigentlich immer alle weg? Nachdem sie nun schon zum vierten mal in Folge in die CL einziehen, sollte es doch wohl nicht nur am Geld liegen, oder?

Tun sie es Ihrer Konkurrenz nicht an! Schalke wäre ohne Ernst und Krstajic heute nicht an der Tabellenspitze und die Bayern müssen doch auch irgendwie an erprobte Spieler kommen.

Und überhaupt: Wenn Toni und Klose bei Bayern vorne miteinander spielen würden, wäre das toll, nicht nur für München, sondern für die ganze Liga. Was gibts denn da zu benörgeln?

Sie sind mir ja 'ne Spaßbremse.

Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte Namen...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion etwa...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch nichts dazu...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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