Montag, 21. Mai 2007

Das noch Offene

An Tippspielen nehme ich nur zu Europa- oder Weltmeisterschaften teil. Beim Kicker-Managerspiel finde ich immer die Aufgabe der Mannschaftszusammenstellung toll; im Verlauf der Saison fehlt mir dazu aber die Ausdauer. Von daher habe ich keinerlei "Ergebnisse" zu verkünden.

Allerdings gibt es noch zwei Dinge zu bemerken, die beide im Zusammenhang mit der nach wie vor geschätzten LigaShow stehen:

Zunächst mal bin ich ein bisschen froh, dass ich meine Ankündigung, im Fall der Fälle den Max'schen Dichtversuchen in meiner Sidebar einen Ehrenplatz einzuräumen, doch nicht nachkommen muss.

Zum anderen ging ein Tipp von mir vom 15.11.06 (nach Spieltag 12) doch noch auf.

Schalke hatte sich bereits gegen Nancy blamiert und gerade im DFB-Pokal in Köln verloren. Die Asamoah-Affaire war schon passiert, Rost saß gerade zum zweiten mal auf der Bank, Slomkas Job war - zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung - alles andere als sicher.

Werder Bremen hatte zwar im DFB-Pokal ebenso die Segel gestrichen, hatte aber bereits zwei seiner drei 6-Tore-Spiele in die Statistiken gekickt. In der Tabelle stand Bremen nur ob des besseren Torverhältnis' auf Rang zwei vor den punktgleichen Schalkern, beide einen Punkt hinter Stuttgart (ja, der VfB war schon vor dem 33. Spieltag mal Tabelleführer). Doch wer in dieser Zeit Zeitung las oder Fernsehen schaute musste das Gefühl bekommen, dass die Liga dankbar sein darf, hinter den achso wunderbar spielenden Werderanern auf den Plätzen 2-18 zu stranden. Das ging mir schlicht auf den Sack, was mich zum folgenden LigaShow-Kommentar veranlasste:
Allerdings verstehe ich nicht, wieso auch ihr, wie alle Medien, Werder Bremen ständig ausschliesslich belobhudelt! Ein Punkt aus 2 Heimspielen gegen Cottbus und Dortmund. Würde dies den Münchenern passieren, gäb’s vermutlich ‘ne Sonderfolge ...
Bremen hat soviel Punkte wie Schalke, Werders Köln hieß Pirmasens [...]
Mein Tipp: Bremen wird sich diese Saison nicht direkt für die CL qualifizieren!
Immerhin, oder?!
Gut, dieses Blog gibts noch nichts lang genug, um mir irgendwelche blödsinnigen Vorhersagen nachzuweisen. Die wirds sicher geben und nach der nächsten Saison will ich unter "Das noch Offene" ehrlich abrechnen. Ma'kucken ;-)

Ich hüpfe dann mal (als letzter?)

Falls es irgendwie dazu gehört (bin ja noch neu ...) fange ich Kurtspspaeters wurf mal auf. Es soll bitte keiner je auf den Gedanken kommen, mir stöckchenwerfenderweise mit anderen Themen als Fußball oder Bier zu kommen.

Dein Verein ist ...
der 1. American Football & Baseball Club Duisburg Dockers 1986 e.V.. Das heisst, insbesondere die vom mir gemeinsam mit 3 Freunden 1990 gegründete Baseball Abteilung. Was den Fußball angeht sollte mittlerweile jeder, der das hier liest, Bescheid wissen.

Das offizielle Saisonziel für Deine Mannschaft war ...
anfangs die totale Dominanz. Danach wurde in manchen Interviews die Meisterschaft als Ziel ausgegeben.

Dein persönliches Saisonziel war ...
anfangs ein CL-Platz. Den Großen Wurf hielt ich für unrealistisch. Das änderte sich im Verlauf.

Was trauten Experten Deinem Verein zu Saisonbeginn zu?
Na, da war alles dabei, oder?! D.h., wenn man heute die Kolumnen liest hat es eigentlich jeder gewusst, dass Schalke wieder ... (sollten Oliver Fritsche oder Trainer Baade den Quatsch hier lesen: Gibt es eine korrekte deutsche Formulierung, die dem amerikanischen "falling short" entspricht?)

Wird Deine Mannschaft das offizielle Ziel erreichen?
Auf keinen Fall.

Hat Deine Mannschaft Dein persönliches Saisonziel erreicht?
Ja, das ursprüngliche schon.

Welches war das beste Heimspiel in dieser Saison?
Natürlich war das 3:1 gegen Dortmund nett anzuschauen. Aber das 2:0 gegen Werder war wohl die größere Leistung.

Welches war das schönste Auswärtsspiel in dieser Saison?
Wieder der Sieg gegen Werder.

Welches war das schlechteste Spiel in dieser Saison?
Die Leistung in Hannover war schon schwach, aber die Lethargie, als es in Dortmund drauf ankam, war sicher das furchtbarste.

Zu Beginn der Saison: Wer war Dein Meisteranwärter?
München

Zu Beginn der Saison: Wer sollte absteigen?
Sollte? Nee, das wünsche ich keinem wirklich. Leverkusen, Hannover, Wolfsburg und Bielefeld gehen mir am Arsch vorbei, aber deshalb wünsche ich denen ja nicht gleich die Pest ans Bein. Ich freue mich das der MSV wieder aufgestiegen ist, aber das nur nebenbei - ist eh wieder nur für ein Jahr.

Der 34ste Spieltag steht an. Wer sollte Meister werden, 04 oder der VfB?

Hättest Du gedacht, dass Mainz absteigt?
Natürlich habe ich das für möglich gehalten. Ich hatte aber gehofft, dass sie es noch schaffen.

Wie oft hast Du in dieser Saison Deinen Verein im Stadion unterstützt?
Bei elf Heimspielen und beim Spiel in Bochum war ich dabei.
Ein herzliches Dankeschön dafür an meine Unterstützer, Kerstin und Thomas aus GE, Steffi und Oliver aus W, allesamt DK-Inhaber und "viele Leute Kenner", die mir manches mal noch kurzfristig eine Karte organisieren konnten!

Wie hast Du in dieser Saison Deinen Verein finanziell unterstützt?
Naja, für die Karten musste ich schon zahlen, ansonsten mit dem einen oder anderen Bier zu überhöhten Preisen ...

Welchen Platz wird Dein Verein diese Saison erreichen?

Hat sich diese Saison gelohnt?
Absolut, danke, ich fühl' mich frei ;-)

Was machst Du in der Sommerpause?
Erstmal kommt ja noch das CL-Finale, das ich hoffentlich gemeinsam mit Herrn B aus DU verfolgen werde, sollte er nach er Burgplatzfeier seines MSV am morgigen Dienstag dazu noch in der Lage sein. Dann folgt das Pokalfinale - Double muss nicht sein, finde ich.
Danach werde ich wohl eine EM/WM vermissen. Ausserdem habe ich noch Bedenken, dass dieses Blog hier in der saure Gurken Zeit wieder einschlafen könnte. Aber noch macht's Spaß ...

Ich denke mittlerweile ist jeder über dieses Stöckchen gehüpft, oder? Wer will, darf gerne zugreifen, ansonsten lass' ichs mal hier liegen.

Der Job danach

Dariuz Wosz wird in die Vereinsarbeit integriert. Mehmet Scholl bleibt dem FC Bayern [als was auch immer] erhalten. Als "Erle" Wolters gestern für den MSV auf dem Platz geschickt wurde, erwartete ich eine ähnliche Nachricht. Der muss aber erst noch für die Oberligamannschaft ran, da kennt der Hellmich nix ...

Bleibt die Frage, was die verdienten Ex-Spieler in den Vereinen nachher so machen. Wer tat den Job denn zuvor? Verlieren da vielleicht großartig ausgebildete Jugendfußballlehrer (ja, da investieren die Vereine … ) ihre Jobs zugunsten ehemaliger Schüler? Und ist der Job im Verein eigentlich höher anzusehen als ein Job beim DFB, der Auffanggesellschaft für an Trainerabeit interessierte Ex-Profis, die sonstwo keiner will?

Andererseits wären Millionäre als Inhaber von Lottoannahmestellen auch albern.

Sonntag, 20. Mai 2007

Am Ende stand das drauf-geschissen-Gefühl

Das letzte Heimspiel komprimierte nochmals die Gefühle der letzten zwei Wochen auf 90 Minuten: Gute Stimmung, Hoffnung, Ernüchterung, Enttäuschung und Stolz.

Eigentlich wurde das Spiel gegen Dortmund ja schon ein paarmal hinunter gewürgt, auch wenns immer wieder hochkam. Aber zu Beginn des gestrigen Spiels war wohl jedem klar, dass Schalke selbst die große Chance 2007 verdaddelt hat. Glück darf man nicht erwarten.

Vielleicht war gerade deshalb die Stimmung gut, schon in der Bahn auf dem Weg zum Stadion. Es war fast so als wäre schon alles verloren, als gäbe es nur noch was zu gewinnen. Daran, gegen Bielefeld noch den zweiten Platz zu verspielen, dachte wohl kaum jemand.

Schalke ging flott in Führung, nach 16 Minuten stand es 2:0. In den folgenden 10 Min hätte alleine Lincoln noch 2 Tore machen können. Das viel beschriebene 4:0 hatte ich schon erhofft, einfach damit Schalke zumindest an diesem letzten Spieltag alles getan hätte.

Dann die Cottbuser Führung in Stuttgart. Ich stand in N5, zweite oder dritte Stufe von oben. In der - wie nennt man diese Räume? - VIP-Loge hinter uns hing ein Fernsehgerät. Fortan schaute ich doch recht häufig auf das Gerät.

Das es Schalke in der Folge nicht schaffte, das dritte Tor nachzulegen, war das eigentlich Enttäuschendste an diesem Nachmittag. Trotz klarster Überlegenheit stockte es jeweils kurz vor Abschluß des Spielzugs. Wie in den Heimspielen gegen Leverkusen oder Hamburg, wie in der zweiten Halbzeit in Bochum.

Stuttgart leistete im Gegensatz zu Schalke das Erwartete und stellte sicher, dass diese letzte Fehlleistung der Königsblauen keine entscheidenden Auswirkungen mehr hatte.

Ein paar Minuten vor Abpfiff kam dann auch dem letzten Hoffnungsvollen das "drauf-geschissen-Gefühl" hoch. Die letzten Minuten wurde applaudiert, wurde die Mannschaft ordentlich verabschiedet, wurde die Ehrenrunde abgenommen.
Klar ist Schalke gescheitert, wenn eine Mannschaft so lange auf Platz eins stand ist Platz zwei eine Niederlage. Andererseits siehts für die Zukunft nicht so schlecht aus und nur die Stuttgarter Fans dürfen ernsthaft mit dem Finger auf einen zeigen - und das sind ja nicht so viele ;-)

Samstag, 19. Mai 2007

Zapfenstreich


Blau und Weiß, wie lieb ich Dich
Blau und Weiß, verlass mich nicht
|: Blau und Weiß ist ja der Himmel nur, der Himmel nur
Blau und Weiß ist unsere Fußballgarnitur :|

Hätten wir ein Königreich
Machten wir es den Schalkern gleich
|: Alle Mädchen, die so jung und schön, so jung und schön
Müssten alle Blau und Weiß spazieren gehn :|

Mohammed war ein Prophet
Der vom Fußballspielen nichts versteht
|: Doch aus all der schönen Farbenpracht, der Farbenpracht
Hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht :|

Tausend Feuer in der Nacht
Haben uns das große Glück gebracht
|: Tausend Freunde, die zusammenstehn, zusammenstehn
Dann wird der FC Schalke niemals untergehn :|

Ganz in Weiß

Die Fans machten es vor, der Club zieht nach: Ab sofort tritt Schalke 04 auswärts ganz in Weiß an.



Auswärts ganz in Weiß, die Heimtrikots bleiben wei gehabt, links die neuen Ausweichtrikots.


Die Aktion zum Auswärtsspiel in Bochum entstand durch die vielen Auflagen, die den Schalker Fans zu ihrem Zug vom Bahnhof zum Stadion gemacht wurden. Banner wurden verboten, jegliche Fandevotionalien die "provozieren" könnten, wozu, wenn man die Regelung phantasievoll genug auslegt, jegliche Fanutensilien gehören könnten. Sich ganz in Weiß zu kleiden, so die Idee, kann einem nicht verboten werden.

Der Marsch geriet eindrucksvoll. Der Auftritt der königsblauen Schalker Mannschaft weitaus weniger.

Ansonsten kann festgestellt werden, dass der durchschnittliche Schalkefan nach Cluberhebungen anscheinend stetig reicher und dicker wird: Die neuen Trikots kosten 4,95€ mehr als die noch aktuellen Heimtrikots und sind auch in XXXL zu haben.

Immerhin bleiben Schalkern jegliche Ängste ob allzu kreativer Farbenspiele erspart. Die Trikots bleiben in den Vereinsfarben gehalten. Tabellennachbarn haben es das schon schwerer, dort sind demnächst wohl grün-weiß-orange-blau-rote Trikots angesagt.


(Quelle und Bildquelle ist die offizielle Homepage des FC Schalke 04, deren Unterseiten sich durch Eckklammern in den URL gegen Verlinkung wehren)

Freitag, 18. Mai 2007

Das immer schwerste Spiel: Arminia Bielefeld

Nun also gegen Bielefeld. Eigentlich ein nüchternes Spiel um Platz 2.

Neuer kann spielen, trotz einer Verletzung am Syndesmoseband. Pander fällt aus. Der Kicker sieht einen Sturm mit Halil, Kuranyi und Larsen. Der Kicker sieht ausserdem Bajramovic für Ernst in der Startformation; der Kicker verpasste Ernst für das Spiel in Dortmund die Note 6. Wir werden sehen ...

Das bekloppte an solchen letzten Saisonspielen ist ja auch immer die janusköpfige Einschätzung von Mannschaften, für die es eigentlich um nix mehr geht. Bielefeld braucht die Punkte eigentlich nicht mehr. Die Mannschaft spielt auswärts. Eigentlich bedarf es aus deren Sicht keiner Anstrengung. Aber Cottbus sollte sich bitteschön den Arsch aufreissen! Die wollen sich doch wohl in Stuttgart nicht von vorne herein ergeben?!

Alles Mumpitz. Schalke hat auf sich zu schauen. Schalke muss gewinnen und muss dem "Schicksal die Chance geben", mehr geht nicht. Wenn das gelingt, ist die direkte CL-Qualifikation sicher und das ist es, was auch eigener Kraft noch zu leisten ist.

Aber für das, was dann unter glücklichsten Umständen noch möglich wäre, wird Gelsenkirchen morgen wieder voller Blau-Weißer sein!
Wieder werden die die Schalkefans einsammelnden Züge quer durchs Ruhrgebiet proppevoll sein. Wieder wird an jeder Ecke zu erkennen sein, dass die Knappen spielen. Nochmal wird es ein "Public Viewing" geben, werden Fans auch in Kneipen gemeinsam vor Bildschirmen stehen und hoffen. Und im Stadion werden wie gewohnt 61.482 Zuschauer sein. Und die alle werden, egal was passiert, auch nächste Saison wieder da sein; mit schönem Gruß an den Rest der Liga.

Ma'kucken was noch geht. Noch 90 + X Minuten. Es ist an Stuttgart, den Sack zu zu machen.

Mein Fauxpas um Dennis Bergkamp

Eigentlich wollte ich Dennis Bergkamp heute zum Geburtstag gratulieren und das unten angehängte Filmchen präsentieren. Dummerweise hatte dieser großartige Fußballer bereits vor acht Tagen Geburtstag; wieso ich mir das falsch gemerkt habe weiss ich nicht.

Die Qualitäten des Herrn Bergkamp und auch das YouTube-Filmchen werden dadurch aber nicht weniger gut: Seine Schüsse sahen aus wie ferngesteuert, es sah aus wie in "EA Sports FIFA wannauchimmer" - und der Gegner spielte im Amateurnmodus.
Also nachträglich alles Gute zum Geburtstag, Dennis Bergkamp!



Donnerstag, 17. Mai 2007

REL vor dem Spiel gegen Cottbus und Müller in Drucksituationen

Bielefeld vor der Brust, das Spiel Stuttgart gegen Cottbus im Kopf: Dem FC Schalke 04 darf das nicht passieren. Radio Emscher Lippe kann man die freud'sche Fehlleistung, den Podcast der Schalker Pressekonferenz zum letzten Spieltag mit "Vor dem Spiel gegen Cottbus" zu betiteln, durchaus verzeihen.

 

Der REL Schalke-Podcast in iTunes (klicken zum vergrößern)

Die Pressekonferenz als solche brachte keine Sensationen. Slomka revidierte die Meldung der BILD-Zeitung, dass er den Titel bereits abgehakt hätte und Peter Løvenkrands trainiert wieder mit der Mannschaft.

Ansonsten bestätigte mir diese Pressekonferenz wieder, dass Slomka relativ gut, Müller hingegen relativ schlecht vorbereitet in solche Termine geht.

Slomka antwortete auf entsprechende Fragen ziemlich knapp, dass er erst nach dem letzten Spieltag die Saison bewerten würde. Müller sprach von einer tollen Saison, von großem Druck und dem in vielen Spielen erbrachten Beweis, das die Mannschaft mit diesem klar käme, um sich zu dem folgenden Satz hinreissen zu lassen:
"Ich möchte auch ungern zurückblicken auf das Spiel in Dortmund, aber man muss da auch ganz klar sagen, so wie es gelaufen ist, war das vom Druck her für die Mannschaft nicht mehr auszuhalten."
Also Herr Müller: Ich persönlich bin ein großer Freund davon, Ziele zu benennen, diese zu verfolgen, zu erreichen oder im Fall des Misserfolgs erhobenen Hauptes die Fehler zu analysieren und den nächsten Anlauf zu nehmen.
Wenn Sie der Meinung sind, dass ihre - dass unsere Mannschaft mit dem Druck, der kurz vor dem Erreichen eines großen Ziels nun mal entsteht, nicht klarkommt, dann sollten Sie als Manager den Kader grundlegend überarbeiten, dann unterlassen Sie bitte in Zukunft jegliche Formulierungen wie "wir wollen Meister werden" o.ä., dann sehen Sie zu, dass die Mannschaft frühestens am 34. Spieltag die Möglichkeit erhält, den Tabelleführer noch abzufangen!

Ich persönlich glaube gar nicht, dass Sie solcherlei Dinge wirklich denken. Ich glaube, dass Sie sich schlicht keinen Kopf darüber machen, was Sie so an Sätzen in die Welt blasen, dass Sie sich erst mit Journalistenfragen auseinandersetzten, wenn sie ihnen gestellt werden.
Wenn ihnen ihr Job lieb ist, würde ich ihnen aber unbedingt empfehlen sicherzustellen, dass Wladimir Putin, oder wer auch immer letztendlich bei Gazprom das Sagen hat, Radio Emscher Lippe nicht empfangen kann ...

(Den Schalke-Podcast von Radio Emscher Lippe gibts hier)

"Hallo, hier ist Nürnberg, wir melden uns vom Abgrund!"

Am letzten Spieltag der Saison 1998/99 wurde Geschichte geschrieben: Bundesliga- und Radiogeschichte. Das Rennen um die Meisterschaft war längst entschieden, es war der Kampf gegen den Abstieg, der so ausserordentlich spannend war.

Zwei Absteiger standen fest, Frankfurt, Rostock, Freiburg, Stuttgart und Nürnberg wehrten sich gegen den letzten Abstiegsplatz, Nürnberg war am wenigsten, Frankfurt am stärksten gefährdet.
Es folgte ein dramatischer letzter Spieltag und eine Radio-Konferenzschaltung, die bis heute unerreicht blieb und den Radioreporter Günter Koch ins Rundfunk-Walhalla erhob:
Man höre hier!



(Quellen: Tabellendaten aus fussballdaten.de, Hörausschnitt aus der ARD Bundesligakonferenz (WDR) vom 29.05.99)

Mittwoch, 16. Mai 2007

Gewogen und für zu leicht befunden

In der Saison 2003/2004 verpasste Ivica Grlic als Leistungsträger mit Alemannia Aachen knapp den Aufstieg in die erste Liga. Er wechselte zum MSV Duisburg. In der Saison 2004/2005 schaffte Grlic dem Aufstieg mit den Meiderichern, wieder war er eine Stütze seines Teams.

Mit einem neuen Stadion, vielen Hoffnungen und wenig Verstärkungen startete der MSV in die Erstligasaison 2005/2006. Torhüter Koch war bundesligatauglich, Stürmer Ahanfouf erzielte immerhin noch 9 Tore. Ansonsten konnte festgestellt werden, dass die Zweitligahelden im Oberhaus nicht bestehen konnten. Grlic' Einsätze wurden auch durch einen zu spät erkannten Haarriß im Mittelfuß limitiert. Dennoch war auch für ihn die erste Liga erkennbar eine Nummer zu groß.

Die aktuelle Saison begann für Grlic ebenfalls schlecht. Wieder in der zweiten Liga und noch immer für den MSV spielend, wurde er in der Hinrunde elf mal eingesetzt, wobei er neunmal aus- und einmal eingewechselt wurde. Für das einzige Spiel über 90 Minuten erhielt er vom Kicker die Note 5.

Nun, im Saisonendspurt, im Kampf um den erneuten Aufstieg ins Oberhaus, ist Grlic wieder da! Nun ist er wieder Führungsspieler, macht Tore (4 in den letzten 3 Spielen, alle per Freistoß!), über ihn stehen Artikel in den Zeitungen, er ist es, der auf dem Titelbild des Stadionhefts zur entscheidenden Begegnung gegen Rot-Weiß Essen zu sehen ist.

Ivica Grlic' Vertrag läuft zum Saisonende aus. Bislang gab es keine Vertragsverhandlungen. Stellt sich die Frage, ob die Vereinsführung undankbar ist, aus Fehlern lernt oder doch noch aus Dankbarkeit den gleichen Weg wie vor zwei Jahren gehen wird.

Liebe Kinder, fragt den mal was, der ist bald ein Weltstar!

Heute nachmittag dürfen die Kinder mit den interessantesten, lustigsten und besten Fragen Owen Hargreaves treffen.

Gerade noch rechtzeitig: Hargreaves hat vor drei Wochen sein letztes Spiel für den FC Bayern absolviert, und wird fortan für große wie kleine Bayernfans nurnoch im Fernsehn zu bestaunen sein.

Anstatt der achso rührenden Geschichte um Thorsten Frings eine Münchener Version folgen zu lassen und um Hargreaves, bei der großen Fußballmesse Weltmeisterschaft einer der Besten auf seiner Position, den neuen FC Bayern aufzubauen, lässt der Hoeneß Uli - gemäß Matthäus 13,52 - Hargreaves ziehen, um fortan im defensiven Mittelfeld mit dem dreißigjährigen Altinternationalen Mark van Bommel aufzuwarten.


Ähnliche Themen werden (quasi von Berufswegen) in den Bayernblogs behandelt: Während sich Yalcin bei fehlpass.com Gedanken über die beim letzten Bundesligaspiel zu verabschiedenden Spieler macht, schaut Oliver unter breitnigge.de schon lange hauptsächlich auf die Zukunft des FC Bayern.

Dienstag, 15. Mai 2007

Auf der Suche nach dem Syndesmoseband

Aus gegebenem Anlass interessierte ich mich heute dafür, was ein Syndesmoseband ist.

Wikipedia brachte keine Hilfe. Google brachte 8 Treffer zu Meldungen, wessen besagtes Band wie verletzt war oder ist, um an neunter Stelle einen Blog aufzuführen, dessen Autor vor nicht allzu langer Zeit vor dem gleichen Problem stand wie ich heute.

Aus "baeh - Beobachtungen eines Wanderschafs" vom 27.03.2007:
Also googeln: Syndesmoseband ergibt 3940 Treffer; 3939 stammen von Fussballsites. Das Syndesmoseband scheint der Star unter den Sportverletzungen zu sein, aber eine verständliche Erklärung findet sich in den Ergebnissen nicht. Auch der Wikipedia ist das Syndesmoseband unbekannt.

Mehr Glück hat man mit dem Begriff "Syndesmose". Google zeigt als erstes auf einen Artikel über Bandverletzungen am Sprunggelenk. Darin findet sich das Kapitel 3 "Syndesmosenruptur" mit Erklärung und Zeichnung. So weit dasSchaf versteht, handelt es sich um mehrere Bänder, die Schien- und Wadenbein zusammenhalten. Das Syndesmoseband gibt es offenbar nicht.
Erstmal auf den Trichter gekommen, hilft einem auch die Wikipedia weiter:
Eine Syndesmose (eingedeutscht von Syndesmosis, von griech. syn = zusammen, desmos = Band) oder Bandhaft ist eine Form eines unechten Gelenks. Bei der Bandhaft werden zwei Knochen durch Bindegewebe zusammengehalten. Sie gehört damit zu den bindegewebigen Knochenverbindungen (Articulationes fibrosae). Im Gegensatz zu den übrigen bindegewebigen Knochenverbindungen (Sutura, Gomphosis) ist das Bindegewebe flächenhaft ausgebildet, bildet also eine mehr oder weniger breite Membran.
Bindegewebige Knochenverbindungen kommen am Unterarm und -schenkel vor.
Einen schönen Dank an dasSchaf in die Schweiz! Jetzt weiss ich Bescheid.

Schöner wird die Aussicht auf den ersten Bundesligaeinsatz von Toni Tapalovic am 34. Spieltag dadurch allerdings auch nicht.

(Quellen: baeh Blog, Wikipedia und Medizin-Netz.de)

Montag, 14. Mai 2007

Bashing und der Andere

Über den Offenen Brief des Yves Eigenrauch an Schalke 04 wunderte sich auch schon Kurtspaeter. Heute wärmte 11freunde.de das Thema nochmal auf.

Es ist die Zeit des Draufhauens, und fast ein jeder möchte mal. "Die Schalke-Schlappschwänze" titelt die Bild und entspricht damit wenigstens den Erwartungen, während die Halbseriösen dachten, das Pseudonym des Proll-Kolumnisten über den Artikel pappen zu müssen, um mit der Schlagzeile "S04 - Die Uschis vom Revier" dann doch nicht so sehr aufzufallen wie anscheinend erhofft.

Reißerische Schlagzeilen sind nicht die Sache der 11 Freunde. Somit brachte das Aufgreifen des fast zwei Wochen alten Textes des Künstlers und Hausmanns Eigenrauch wenigstens noch eine einigermaßen konkurrenzfähige Überschrift: "Ich wünsche S04 den Titel nicht".

Ansonsten geht das Interview allerdings eine völlig andere Richtung. Es verrät, dass Eigenrauch den Titel auch keinem anderen Club wünscht, es ihm egal ist, wer am Ende vorne ist. Weiter erfahren wir, dass er es langweilig findet ins Stadion zu gehen, ihn das ganze Trara schon als Jugendlicher nicht interessierte und dass er auch nicht wirklich betroffen war, als er am 19. Mai 2001 im Parkstadion miterlebte, wie Schalke die Meisterschaft in letzter Sekunde entglitt.

Als er noch für die taz schrieb, verzichtete Eigenrauch konsequent auf Großbuchstaben. Ob das was Eigenes sein sollte oder ob er dachte auffallen zu müssen, fragte ich mich damals. Heute weiss ich: Yves Eigenrauch IST einfach anders, vielleicht sogar der Einäugige unter den Blinden. Und als solcher ist es ihm gelungen, trotzdem in der 11 Freunde interviewt zu werden und bei reviersport.de eine Kolumne zu schreiben. Titel: SPORTYVES!

Wie er es als sperriger Typ geschafft hätte, zum Publikumsliebling und zur Kultfigur zu werden, wurde er in dem Interview noch gefragt.
Eigenrauch glaubt, dass die Leute honorieren würden, dass er authentisch ist.
Ich glaube, damals hat es einfach noch keiner geahnt.

Kommentare & Antworten

Lucio
da Lucio findet imma den richtigen Zeitpunkt zum abspiela
ch (Gast) - 10. August, 21:47
Na also: noch ein...
...alter Bekannter ;)
berka - 1. August, 13:04
Alte Bekannte
Schön erklärt, danke. Noch ein paar bekannte Namen...
berka - 1. August, 09:12
Notlagen?
fällt mir jetzt erst auf: habt Ihr die im Stadion etwa...
berka - 30. Juli, 14:00
Ich weiss schon warum...
Ich weiss schon warum ich im Stadion keine Getränke...
Jan! (Gast) - 30. Juli, 13:01
siehste
deswegen wird's wahrscheinlich exportiert
berka - 30. Juli, 08:50
Wir warten gespannt
...auf den ersten, der Veltin's schreibt.
Trainer Baade (Gast) - 29. Juli, 23:27
@ Stefan: Ja, bei Miller’s...
@ Stefan: Ja, bei Miller’s würde ich auch nichts dazu...
Herr Wieland - 29. Juli, 17:12

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Der Spielmacher

Stets ein wunderbarer Quell der Wirrnis ist der Begriff des Spielmachers oder gar der Spielmacher-Position. Der Mann mit der legendären Nummer 10 war einst Halbstürmer und wurde später ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er aber mehr wurde als ein zentraler Mittelfeldspieler. Dieser Spieler in der Mitte des Feldes, ob vorgeschoben oder zurückgezogen, sollte von seinen Mitspielern häufiger angespielt werden und dann genialisch das Angriffsspiel bedienen. Das wurde noch mit der Phantasie kurzgeschlossen, ein solchermaßen kreativer Mensch könne nicht auch noch schwer arbeiten, weshalb man ihm einen Helfer, den sogenannten Wasserträger, beistellen müsse. Einen solche Spielmacherposition gibt es heute nicht mehr, trotzdem ist die Suche nach dem Spielmacher nicht beendet. Im Zweifelsfall wird der Kopf einer Mannschaft, wie Zinedine Zidane beim französischen Weltmeister 1998, einfach zum Spielmacher erklärt.
Biermann/Fuchs

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